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Staatenlexikon Europa

Geographie, Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft

Edited By Andreas Dittmann and Wolfgang Gieler

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zu Geographie, Kultur, Politik und Wirtschaft der Staatenwelt Europas. In alphabetischer Reihenfolge – von Albanien bis Zypern – werden insgesamt 50 Staaten behandelt. Die Besonderheit des Lexikons besteht in der Analyse gegenwärtiger gesellschaftspolitischer und ökonomischer Entwicklungen als historisch bedingten Prozessen. In kompakter Form werden Informationen auf aktuellem Stand über die Bedingungen und Strukturen, Interessen und Ziele der Politik der Staaten Europas untereinander und in der internationalen Arena geboten. Zielgruppen sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle politisch Interessierten. Ein Grundlagenwerk, das zur differenzierten Beurteilung Europas im Wandel beiträgt. Dabei wird der Begriff «Europa» räumlich großzügig interpretiert und auch über Ost- und Südosteuropa hinaus bis zum Kaukasus ausgedehnt.

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Österreich (Michaela Paal)

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Michaela Paal

Österreich

Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Die Republik Österreich liegt als Binnenstaat in Mitteleuropa und erstreckt sich vom Bodensee im Westen bis zum Neusiedlersee im Osten, von ← 398 | 399 → Granit- und Gneishochland der Böhmischen Masse im Norden bis zu den Karawanken im Süden. Die angrenzenden Staaten im Norden sind Deutschland und Tschechien, im Osten die Slowakei und Ungarn, im Süden Slowenien und Italien sowie im Westen Liechtenstein und die Schweiz. Seine Lage an der Grenze zweier Machtblöcke hat das Land nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Teilung Europas für mehr als vierzig Jahre marginalisiert sowie in seiner wirtschaftlichen als auch gesellschaftlichen Dynamik gebremst. Obwohl seit 1979 Wien nach Genf und New York offiziell dritter Amtssitz der Vereinten Nationen ist, rückt Österreich erst seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 vom östlichsten Auslieger des westeuropäischen Wertesystems wieder in die Mitte Europas – eine Entwicklung, die vor allem die Ostregion mit der Bundeshauptstadt zu einem Wirtschaftsstandort von internationaler Bedeutung sowie zu einem begehrten Migrationsziel gemacht und die Entwicklung des Agglomerationsraums maßgeblich beeinflusst hat. Seit 1995 ist Österreich Mitglied der Europäischen Union, bleibt aber dem 1955 formulierten Bekenntnis zur immerwährenden Neutralität (Bündnisfreiheit) verpflichtet.

Der föderalistische Bundesstaat umfasst die neun Bundesländer Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, Steiermark, Oberösterreich, Niederösterreich, Burgenland und Wien sowie die administrative Untergliederung in 79 politische Bezirke und 2.100 Gemeinden. Wien nimmt...

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