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Vom Gipfel der Alpen… Schweizer Drama und Theater im 20. und 21. Jahrhundert

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Edited By Karolina Sidowska and Monika Wąsik

Das Ziel dieses Buches ist in erster Linie die Popularisierung dieser Schweizer Theaterautoren, die – mit Ausnahme vielleicht von Lukas Bärfuss – im polnischen sowie europäischen Umfeld wenig bekannt oder gar unbekannt sind, wie Mathias Zschokke, Thomas Hürlimann, Lukas Linder, etc. Bei manchen von ihnen steht das politische und soziale Engagement deutlich im Fokus (Albert Ehrismann, Urs Widmer, Milo Rau). Darüber hinaus wird aus heutiger Perspektive der Literaturkanon, d.h. das Œuvre von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, neu gelesen und reinterpretiert. Nicht zuletzt finden hier auch einige Aspekte der Organisation des Theatersystems in der Schweiz, wie z.B. die Förderungsmaßnahmen für junge AutorInnen oder das gegenwärtige Puppentheater, eine Beleuchtung. 

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Karolina Sidowska, Monika Wąsik: Die unerträgliche Leichtigkeit des (Nicht-Vorhanden-)Seins oder über die Helden der etwas traurigen Komödien von Lukas Linder

Die unerträgliche Leichtigkeit des (Nicht-

Vorhanden-)Seins oder über die Helden der

etwas traurigen Komödien von Lukas Linder

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Karolina Sidowska, Monika Wąsik

Zusammenfassung: Der Beitrag setzt sich zum Ziel, die formalen und inhaltlichen Dominanten im dramatischen Schaffen von Lukas Linder, einem der Vertreter der jungen Generation der Schweizer Dramatiker, aufzuweisen. Im Fokus steht die tragikomische Art, auf die Linders Protagonisten mit der Welt und eigenem Legen umgehen. Die Beschaffung der Figuren und ihre kleinen Abenteuer, die zu existentiellen Krisen herauswachsen, werden vom Autor mit viel Sinn für Humor, aber auch mit Wehmut und Mitleid entworfen, wodurch die oft skurrile Handlung und deutliche, wenn auch anspruchsvolle Sprachkomik einen charakteristischen melancholischen Unterton bekommen.

Schlüsselwörter: Lukas Linder, Milan Kundera, Melancholie, Sprachkomik, Groteske

In dem neuesten Drama von Lukas Linder Der Präparator versucht der Hauptprotagonist das Erbe seines verstorbenen Vaters anzutreten und schlüpft in die Titelrolle eines Präparators, d.h. eines Spezialisten für Tierausstopfung. Ohne entsprechende Ausbildung und Erfahrung, dafür aber mit Hoffnung auf die Fortsetzung der Familientradition, betritt Bruno die Wohnung seiner ersten Kundinnen und fällt beinahe in Ohnmacht beim Anblick eines Skalpells. Die Ausstopfung eines Haushündchens, das liebevoll ein an der Wand hängendes Bildnis von Lady Diana anstarrt, erweist sich für ihn als beinahe unmöglich. Der tollpatschige Bruno, der mit seiner immer wieder erlahmenden Hand kämpfen muss, weiß selber nicht, was ihm größere Angst macht – die Präparation des Tieres, die er noch nie ausgeführt hat, oder die ein wenig unheimlichen Kundinnen, die ihm gegenüber unklare Absichten...

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