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Vom Gipfel der Alpen… Schweizer Drama und Theater im 20. und 21. Jahrhundert

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Edited By Karolina Sidowska and Monika Wąsik

Das Ziel dieses Buches ist in erster Linie die Popularisierung dieser Schweizer Theaterautoren, die – mit Ausnahme vielleicht von Lukas Bärfuss – im polnischen sowie europäischen Umfeld wenig bekannt oder gar unbekannt sind, wie Mathias Zschokke, Thomas Hürlimann, Lukas Linder, etc. Bei manchen von ihnen steht das politische und soziale Engagement deutlich im Fokus (Albert Ehrismann, Urs Widmer, Milo Rau). Darüber hinaus wird aus heutiger Perspektive der Literaturkanon, d.h. das Œuvre von Max Frisch und Friedrich Dürrenmatt, neu gelesen und reinterpretiert. Nicht zuletzt finden hier auch einige Aspekte der Organisation des Theatersystems in der Schweiz, wie z.B. die Förderungsmaßnahmen für junge AutorInnen oder das gegenwärtige Puppentheater, eine Beleuchtung. 

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Corinna Hirrle: Förderung Deutschschweizer Gegenwartsdramatik – ein Überblick. Zwischen dem Uraufführungswahn und der Nachhaltigkeitsdebatte1

Förderung Deutschschweizer

Gegenwartsdramatik – ein Überblick.

Zwischen dem Uraufführungswahn und der

Nachhaltigkeitsdebatte1

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Corinna Hirrle

Zusammenfassung: Die Förderung von neuer Dramatik ist ein brisantes Thema in der Theaterpraxis – in der Theaterwissenschaft hingegen ein Forschungsdesiderat. Der Beitrag gibt eine Übersicht der Fördersituation für DramatikerInnen in der Deutschschweiz in den Jahren 2000–2015. Insbesondere wird die Nachhaltigkeit der Förderlandschaft infrage gestellt.

Schlüsselwörter: Dramatikerförderung, Theaterautoren, Theater system, Deutschschweiz, Stadttheater

Es gibt ein Phänomen in der heutigen deutschsprachigen Theaterlandschaft, das TheaterkritikerInnen so kreativ zu umschreiben versuchen, dass es in den Kritiken von Neologismen um ein Ereignis wimmelt: die Uraufführung. JournalistInnen jonglieren mit „Uraufführungsbetrieb“2, „-hype“3, „-manie“4, „-wahn“5, „-karussell“6, ←245 | 246→„-olympiade“7, „-zirkus“8, „-spirale“9, „-monokultur“10. Nach dem Dramatikeraufschwung vom Royal Court Theatre in England in den 1990er Jahren stieg die Dramenproduktion im deutschsprachigen Raum an, insbesondere aber die Zahl der Uraufführungen. Heute ringen die Theater um Erstinszenierungen neuer Stücke, am liebsten von AutorInnen, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind, vermeintlich um DramatikerInnen-Förderung zu betreiben. Tatsächlich geht es in vielen Stadttheaterintendanzen aber darum, das eigene Theater groß herauszubringen. Der Weg ist folgender: Wenn ein Autor von einem uraufgeführten Stück zu einem der anerkannten Festivals eingeladen wird und möglicherweise sogar noch prämiert wird, färbt dieses Renommee auf das Theater ab. Als Entdecker eines Autors des Zeitgeistes gilt das Theater als Genie und gewinnt an Popularität. Dabei scheinen sich die Theater vielmehr um sich selbst...

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