Show Less
Restricted access

Literaturgeschichte und Interkulturalität

Festschrift für Maria Sass

Edited By Doris Sava and Stefan Sienerth

Aus Anlass des doppelten Geburtstages – 50 Jahre Germanistik in Hermannstadt und 60. Geburtstag von Maria Sass, der langjährigen Leiterin dieses Lehrstuhls, – greifen die literaturhistorisch, kulturwissenschaftlich und interdisziplinär ausgerichteten Beiträge aus unterschiedlichen Perspektiven die Geschichte und Dokumentation der rumäniendeutschen und deutschen (Gegenwarts-)Literatur auf. Fragen der Rezeptionsgeschichte und der Wechselwirkungen im Bereich der Interkulturalität, der Literaturvermittlung und des deutsch-rumänischen Kulturaustausches bilden thematische Schwerpunkte des Studienbandes und stehen damit im Zeichen der Wahrung von Kontinuität und Konstanz der Hermannstädter Germanistik.

Show Summary Details
Restricted access

Mariana-Virginia Lăzărescu: „Leontinetante, erzähl.“ Geschichte, Geschehen und Sprachgebrauch in Ursula Ackrills Roman „Zeiden, im Januar“1

Extract

Mariana-Virginia Lăzărescu

„Leontinetante, erzähl.“ Geschichte, Geschehen und Sprachgebrauch in Ursula Ackrills Roman „Zeiden, im Januar“1

Abstract: The author Ursula Ackrill, originally from Siebenbürgen (historic region of Transylvania, Romania), evokes in her debut novel „Zeiden, im Januar“ the way of life, mentality and social status of the Saxons of Siebenbürgen at the beginning of the Second World War. The small town of Zeiden (Codlea) becomes the setting of events which shape the fate of a minority. Seemingly banal everyday life and the big political questions intertwine under the microscope of the novel.

Keywords: chronicle of the Saxons of Siebenbürgen, stylistic devices of prose, interculturality, multilingualism

Mit besonderem Hintergrundwissen und psychologischer Tiefe beschreibt die in Kronstadt, Siebenbürgen, geborene Autorin Ursula Ackrill in ihrem Debütroman „Zeiden, im Januar“ Lebensweise und Mentalitäten der Siebenbürger Sachsen. Dabei wird die siebenbürgische Kleinstadt Zeiden zum Schauplatz der Handlung. Deren Geschichte ist symbolhaft für das Schicksal einer Minderheit. Scheinbar banale Alltagsgeschehen sowie große politische Fragen werden aus der Perspektive einer siebenbürgisch-sächsischen Frau unter die Lupe genommen. Leontine Philippi erzählt über Verstrickungen der Siebenbürger Sachsen mit den Nazis, über Schuld, Opportunismus, Feigheit, Gewissen- und Respektlosigkeit, Liebe, Begeisterung, Hoffnung, Deutschtümelei und viel mehr. Leontine ist die Hauptgestalt des Romans, der vor allem am 21. Januar 1941 spielt, mit Rückblenden in die Jahre 1898, 1900, 1903–05, 1908, 1910, 1911, 1913, 1928, 1930,...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.