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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Thomas Steinmaurer: Ambivalenzen im Netz – Risiken der Digitalisierung und Chance der Transformation

Ambivalenzen im Netz –

Risiken der Digitalisierung und Chance der

Transformation

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Thomas Steinmaurer

Abstract: Current information and communication technologies possess simultaneously novel social and political opportunities such as integration, participation or transparency and socio-political risks like fragmentation, exclusion or social scoring. The theory of structuration can help interrelating both sides of this technological coin.

Keywords: digital citizenship, networked individualism, structure, agency

Mit dem digitalen Wandel haben wir es mit einem Prozess zu tun, der für die Gesellschaft fundamentale Veränderungen in vielen Bereichen mit sich bringt. Die weitreichende Durchdringung mit digitalen Kommunikationstechnologien, die wir auch als Mediatisierung bezeichnen können, verändert nachhaltig unsere Alltagswelten, bringt neue Rahmenbedingungen für Politik, Demokratie und Kultur mit sich und führt in vielen Lebensfeldern zu nachhaltigen Konsequenzen. (vgl. z.B. Krotz 2007; Krotz und Hepp 2012) Effekte der Globalisierung verstärken sich massiv, Tendenzen der Kommerzialisierung und Ökonomisierung von Kommunikation erlangen immer größere Bedeutung und auch soziale Trends, wie die der Individualisierung, nehmen zu. Zudem stellen wir Transformationen und Entgrenzungen fest, denn es fällt uns etwa immer schwerer, klare Trennlinien zwischen Arbeit und Freizeit oder Privatheit und Öffentlichkeit zu ziehen, da die Technologien der Digitalisierung bislang tradierte Zonen zwischen diesen Lebensbereichen tendenziell auflösen. Mit der Digitalisierung wandelten sich unsere privaten wie beruflichen Kommunikationskulturen und neue Spielarten und Stile digitaler Interaktion konnten sich gesellschaftlich etablieren. Zudem verändern digitale Formen der Vernetzung politische Kommunikationskulturen und neue Chancen der Partizipation treffen auf Tendenzen der Exklusion und Radikalisierung. Wir haben es also insgesamt mit medientechnologischen und sozialen...

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