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Grenzen des Wachstums

Eine Annäherung in 16 Essays

Edited By Andreas Koch and Martina Winkler

Die aktuellen Debatten zeigen, wie schwierig es ist, Grenzen zu ziehen und Grenzwerte festzulegen. Ohne Grenzen jedoch, fehlen uns Orientierung und Positionierung. Viele Grenzen unseres alltäglichen Lebens sind nicht von Natur aus vorgegeben, sie unterliegen vielmehr einem aktiven und partizipativen Aushandlungsprozess. Die Schwierigkeit der Grenzziehung zeigt sich vor allem beim Begriff des Wachstums. Der vorliegende Band nimmt sich der Herausforderung an, Grenzen des Wachstums in den Bereichen Ökonomie, Medien, Kommunikation, Migration und Gesellschaft in essayistischer Weise aufzuzeigen.

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Michael Koch: Die mediale Repräsentation des Klimawandels und ihre unerwünschten Nebenwirkungen

Die mediale Repräsentation des Klimawandels

und ihre unerwünschten Nebenwirkungen

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Michael Koch*

Abstract: In the media, climate change reporting seemingly varies the topic between apocalyptic scenarios, euphemistic mitigation narratives and radical renouncement. With respect to particular political debates, in this case of climate change and migration, fuzzy and ambiguous conclusions lead to the risk of instrumentalizing climatic threats for own political purposes.

Keywords: distorted reporting, self-fulfilling prophecy, populism

Die intensive Berichterstattung und mediale Diskussion über den Klimawandel kann langfristig dazu führen, dass die Akzeptanz von Klimaflüchtlingen in Aufnahmeländern sinkt.

Der vorliegende Essay befasst sich mit möglichen und tatsächlichen Folgen der globalen Informationskampagnen zum Thema Klimawandel der letzten drei Jahrzehnte. So wie alle medial diskutierten Themen unterliegt die Klimawandeldebatte der gesellschaftlichen Deutung und ist insoweit ein gesellschaftlich konstruiertes Phänomen (Beck 1996). Obwohl nicht die Medien, sondern die Wissenschaft als Motor der Debatte anzusehen ist, stehen die klassischen Massenmedien bei diesem andauernden Prozess als zentrale Foren öffentlicher Kommunikation im Fokus (Neidhardt 1994; Ferree 2002). Neben den realen klimatischen Veränderungen ist die Art und Weise, wie der Klimawandel sich als Vorstellung entwickelt und das Verhalten von Menschen und ganzen Gesellschaften beeinflusst, von besonderem Interesse. Die medial vermittelten Debatten über den Klimawandel beeinflussen das Verhalten von WählerInnen und KonsumentInnen genauso wie das von PolitikerInnen, was sich wiederum auf Anpassungsmaßnahmen und wahrscheinlich auf den Klimawandel selbst auswirkt (Brüggemann et al. 2018). An dieser Stelle soll es daher nicht um physikalische Phänomene oder Prognosen gehen, sondern darum,...

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