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Convivencia: Dialogische Studien von Fachdidaktik und Fachwissenschaft zu ambivalenten Deutungsmustern gesellschaftlichen Zusammenlebens in Spanien

Edited By Corinna Koch and Sabine Schmitz

Der Begriff „convivencia" ist in der Gegenwart zu einem vielfach verwendeten Schlagwort geworden. Er verweist auf die Konstruktion einer historischen Bezugsfolie, die sich durch das (vermeintlich) friedliche Zusammenleben der drei abrahamitischen Religionen im mittelalterlichen al-Andalus auszeichnet. Ziel des Bandes ist es, mediale Verhandlungen in Comic, Erzähltext, Film und Schulbuch sowie Tradierungen dieses kulturellen und religiösen Deutungsmusters in Spanien zu beleuchten. Die Autoren leisten dies in einer vielschichtigen Auseinandersetzung aus einer fachwissenschaftlichen-fachdidaktischen Perspektive. Hierbei wird deutlich, dass das Konzept „convivencia" einen idealen Gegenstand zur Schulung von Reflexivität und Urteilsvermögen in Hochschule und Schule darstellt.

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Christian von Tschilschke & Dagmar Abendroth-Timmer: „Derribar“ oder „reconstruir“? Die Verhandlung identitärer Entwürfe und das maurische Erbe in Pedro Antonio de Alarcóns Erzählung „Una conversación en la Alhambra“ (1859)

„Derribar“ oder „reconstruir“? Die Verhandlung

identitärer Entwürfe und das maurische Erbe

in Pedro Antonio de Alarcóns Erzählung „Una

conversación en la Alhambra“ (1859)

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Christian von Tschilschke & Dagmar Abendroth-Timmer

Abstract: The first part of this article is based in literary studies and examines a story of the Spanish writer Pedro Antonio de Alarcón. The second part takes a didactic view on this text as it lends itself to cultural-historical learning and could be employed to foster students’ literary-emancipatory educational processes. The proposed lesson model provides a variety of topics for projects and suggests ways of teaching with the help of digital tools.

Keywords: interdisciplinary learning, aesthetic learning and media, intercultural learning, historical education, Pedro Antonio de Alarcón, Moorish culture in Spain, construction of national identity

Wie schon der Titel unseres Beitrags verrät, haben wir entschieden, uns dem Thema „Verhandlung religiöser Identitäten in Spanien“ aus einer historischen Perspektive zu nähern und einen literarischen Text zum Ausgangspunkt unserer Überlegungen zu wählen. Dieser Text ist die im Jahr 1859 verfasste Erzählung „Una conversación en la Alhambra“ des spanischen Schriftstellers Pedro Antonio de Alarcón. Die Erzählung ist in verschiedenen Druckausgaben erschienen und auch im Internet als elektronisches Dokument mehrfach verfügbar.1 Eine ←73 | 74→deutsche Übersetzung gibt es nicht. In den Obras completas des Autors umfasst die Erzählung nur fünf Druckseiten.2 Die Lektüre ist deshalb in weniger als einer halben Stunde zu bewältigen, auch wenn sie nicht-muttersprachlichen Leserinnen und Lesern vor allem im Bereich der Lexik punktuell einige Schwierigkeiten bereiten kann.

Unsere Wahl fiel...

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