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Schlusslogische Letztbegründung

Festschrift für Kurt Walter Zeidler zum 65. Geburtstag

Edited By Lois Marie Rendl and Robert König

Die «Schlusslogische Letztbegründung» sucht Antwort auf die Frage: Wie ist Philosophie als Wissenschaft möglich? Sie führt damit das Projekt einer ontologisch relevanten Logik fort, das seit der Antike im Zentrum der Geschichte des Idealismus und der Transzendentalphilosophie steht.

Kurt Walter Zeidler liefert mit seinem Werk nicht nur eine eindringliche Aufarbeitung dieser Geschichte, sondern bemüht sich zugleich um deren systematische Weiterentwicklung. Fern den Moden seiner Zeit steht sein Denken in einer Tradition der Philosophie, die sich nicht Konjunkturen beugt und in Relativitäten verliert, sondern als Erkenntnis des lebendigen und logisch erschließbaren Absoluten begreift.

Lehrer, Wegbegleiter und Schüler setzen sich in dieser Festschrift mit Zeidlers Arbeiten auseinander.

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Vorwort

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Kurt Walter Zeidler wurde 1953 in Gmunden geboren und wuchs in Altmünster und Gmunden am Traunsee in Oberösterreich auf, bevor er im Herbst 1973 in Wien sein Studium der Philosophie begann. Er studierte v.a. bei Erhard Oeser, der seit 1972 Professor für Philosophie und Wissenschaftstheorie war. Vor dem Hintergrund der Kuhn-Popper-Debatte bestimmt Oeser die Wissenschaftstheorie als rationale Rekonstruktion der Wissenschaftsgeschichte, wobei sein „systemtheoretische[s]; Konzept einer Theorie der Wissenschaftsentwicklung“, d.h. sein „Modell des Wissenschaftsprozesses als eines sich weitgehend selbstregulierenden Mechanismus“, nicht nur „das Resultat einer Auseinandersetzung mit der gegenwärtigen, formalistisch orientierten Wissenschaftstheorie“ ist, sondern auch auf dem „Rückgriff auf ältere wissenschaftsgeschichtlich und pragmatisch orientierte Untersuchungen, wie sie vor allem Whewell, Mach und Boltzmann geliefert haben,“ beruht.1 Entscheidend ist für Oeser diesbezüglich, dass sich die Wissenschaftstheorie nicht als Philosophie und damit als „letzte Begründungsinstanz“ versteht, da sie sich sonst „mit einem Problem belastet, das mit ihrem eigentlichen Aufgaben- und Kompetenzbereich nichts zu tun hat.“ Diese Identifikation hat „nur zu selbstgeschaffenen Scheinproblemen, uneinlösbaren Begründungsansprüchen und dogmatischen Abgrenzungskriterien geführt und ist schließlich ins Gegenteil, in eine Selbstdestruktion der Wissenschaftstheorie umgeschlagen.“2 Jedoch bildet „eine elementare Erkenntnistheorie als Abstraktions- oder Begriffsbildungstheorie“ die Grundlage sowohl der Wissenschaftstheorie als auch der Philosophie.3 „Ziel und Aufgabenstellung der Erkenntnistheorie ist […] die Analyse und Rekonstruktion des Prozesses des Erkennens.“4 Demgemäß gewinnt für die Wissenschaftstheorie neben der deduktiven formalen Logik als „Beweistheorie“ die „Logik der Forschung“ besondere Bedeutung, welche „nicht nur die Best...

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