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Wirtschaftsmetaphorik im deutschen und polnischen Pressediskurs

Eine konfrontative Studie

Series:

Kornelia Kansy

Die Autorin präsentiert in dem Buch ein korpusbasiertes Studium der Wirtschaftsmetaphorik in der deutschen und polnischen Presse. Vor dem onomasiologisch-kognitiven Hintergrund stellt die Autorin die abstrakte und komplexe Wirtschaftsdomäne als Zielbereich verschiedener metaphorischer Konzeptualisierungen vor. Anhand einer Vielzahl an Belegen aus wirtschaftlichen Rubriken verweist sie auf die Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Sprachenpaares Deutsch-Polnisch hinsichtlich der dort auftretenden konzeptuellen Metaphernmodelle. Die von der Autorin vorgenommene empirische Analyse der ermittelten Metaphorik hat einerseits den Gebrauch, die Frequenz, Form und Funktion des untersuchten Phänomens erläutert, andererseits die im Pressediskurs konstruierten Welten aufgegriffen.

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1. Ziel und Methode der Arbeit

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Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts und der Kognitiven Wende sind metaphorische Phänomene immer wieder zum Interessenobjekt diverser Wissenschaftsdisziplinen geworden, sei es Philosophie, Linguistik, Diskurslinguistik, Stilistik, Lexikologie oder Psychologie. Die vorliegende Arbeit umfasst in erster Linie den Bereich der kognitiven Metaphorik. Beim näheren Betrachten des zusammengestellten Korpus offenbaren sich aber auch weitere Analysemöglichkeiten, wie z.B. die klassische Redekunst, die kulturbezogene Diskursforschung oder etwa die Phraseologie.

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Erfassung deutscher und polnischer kognitiver Metaphernphänomene zum breit verstandenen Thema Wirtschaft auf korpusrepräsentative Weise. Eine kontrastiv ausgelegte Studie eröffnet die Möglichkeit, viele sprachspezifische, strukturelle, morphosyntaktische, semantische und pragmatische Erkenntnisse zu gewinnen. Darüber hinaus lassen sich kulturelle und landesspezifische Ähnlichkeiten sowie Unterschiede feststellen. Metaphernmodelle liefern nämlich relevante Auskünfte über eine Kulturgemeinschaft und über das sprachspezifische Erleben der realen Welt, mit der sie in Kontakt treten. Mit den Worten Baldaufs tritt die kulturelle Prägung des sprachlichen Weltbildes bei der Analyse konventioneller Metaphern in den Vordergrund:

Metaphernsysteme des Alltags gehen aufgrund ihrer weiten Verbreitung und aufgrund der Intersubjektivität der ihnen zugrunde liegenden Metaphernkonzepte schließlich als feste, routinierte Bestandteile in eine Sprache ein, werden somit Teil der herrschenden sprachlichen Konventionen und prägen u.U. das Weltbild der betreffenden Kultur.8

Diese Studie ist insofern aufschlussreich, dass bislang eine solche wirtschaftsbezogene Analyse kognitiver Metaphorik weder im Deutschen und noch im Polnischen vorliegt. Erstmalig werden hier wirtschaftliche Metaphern auf verwendete Metaphernmodelle in dem deutschen und polnischen...

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