Show Less
Restricted access

Polen und Deutsche in Europa / Polacy i Niemcy w Europie: GrenzRäume

Beiträge zur internationalen Konferenz, 1. und 2. Dezember 2017, Kiel / Tom podsumowujący konferencję międzynarodową, 1 i 2 grudnia 2017, Kilonia

Series:

Edited By Michael Düring, Maciej Junkiert, Krzysztof Trybuś and Rebekka Wilpert

Der Sammelband enthält Beiträge einer Konferenz, die im Dezember 2017 von der Adam-Mickiewicz-Universität Posen sowie dem Institut für Slavistik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel veranstaltet wurde. Seit 2012 sind beide Universitäten durch ein Doppelabschlussmasterprogramm verbunden. In diesem Rahmen kooperieren Kolleginnen und Kollegen aus der Geschichts-, Politik- und Rechtswissenschaft sowie aus der Kultur-, Literatur- und Sprachwissenschaft sowie der Didaktik miteinander. Aus diesen vielfältigen Perspektiven werfen die Beiträge einen differenzierten Blick auf das nach der politischen Wende des Jahres 2015 in Polen neu definierte Verhältnis beider Länder. Im Fokus stehen insbesondere die «Grenzräume» der verschiedenen Forschungsfelder.

Show Summary Details
Restricted access

7. Zusammenfassende Befunde

Extract

Bei der Analyse und Bewertung des Gesamtbefundes wird zunächst nochmals der Fokus auf die Konstruktion der gymnasialen Lesebuchwerke gerichtet, denn erst in der Weimarer Republik wurde es möglich, mit relativ wenig Kostenaufwand Bildtafeln getrennt von der Seitenzählung in die Bände hineinzumontieren. Die neue Drucktechnik machten sich die Autoren und Herausgeber der die Deutschkunde vertretenden Philologen zunutze, um ihren Anspruch, insbesondere das Fach Deutsch zum deutschen Kulturunterricht zu erweitern und auch die deutsche Kunstgeschichte in den Unterricht miteinzubeziehen. So enthalten die 13 untersuchten Werke von der 5. bis 10. Klasse mit jeweils fünf bzw. sechs Bänden eine erstaunliche Fülle von Tafeln, die der malerischen und baugeschichtlichen Kunstgeschichte zuzuordnen sind und die sich auf insgesamt 597 Abbildungen summieren. Es treten vor allem Reproduktionen der Malerei auf (414), in wesentlich geringerem Umfang Abbildungen von Fotografien mit Bauten und Plastiken sowie Reliefs (183). Da diese oft wiederholt in unterschiedlichen Werken abgebildet sind, kann man daraus schließen, dass nicht nur die Aufnahme von oft gleichen oder ähnlichen Textinhalten, sondern auch die Aufnahme von Abbildungen von den Entscheidungen der Herausgeber abhängig war. Diese wiederum beruhten auf mentalen Paradigmen der damaligen Zeit, ihrer Bildungsmuster und ihres Kunstgeschmacks, sodass sich die Wirkungen dieser Einflüsse in den Schulbüchern niederschlugen.

Denn diese schufen die Voraussetzungen dafür, dass einzelne und mehrfach auftretende Reproduktionen in unterschiedlichen Lesebüchern eine gewisse Bedeutung zu generieren schienen und aussagekräftige Befunde liefern könnten, die zu der Idee der Autorin f...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.