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Anthropozän und Nachhaltigkeit

Denkanstöße zur Klimakrise und für ein zukunftsfähiges Handeln

Werner Mittelstaedt

Was genau ist das Anthropozän und wie ist es entstanden? Welche Kräfte wirken in ihm? Wohin führt es die globale Zivilisation? Hat das Anthropozän die Klimakrise herbeigeführt? Gibt es durch das Anthropozän praktisch keine reale Nachhaltigkeit mehr? Was kann aus den vielen Krisen im Anthropozän gelernt werden?

Diese Fragestellungen werden gut lesbar und anschaulich auf dem aktuellen Stand der Dinge behandelt. Auf dieser Basis stellt der Autor einen detaillierten Plan zur Abschwächung der Klimakrise vor, der durch einzelne Staaten verwirklicht werden könnte. Außerdem präsentiert er ein Konzept zur Erzielung realer Nachhaltigkeit und begründet, warum das Anthropozän als neues Erdzeitalter ausgerufen werden sollte.

In diesem Kontext geht der Autor auch auf die Coronavirus-Pandemie ein.

Das Buch schließt mit der Aufforderung, die »zweite Aufklärung« voranzutreiben. Sie ist notwendig, um das noch verbleibende Zeitfenster von wenigen Dekaden zu nutzen, damit das Anthropozän zukunftsfähig wird.

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Die zweite Aufklärung oder »Nach uns die Sintflut«

Die zweite Aufklärung oder »Nach uns die Sintflut«

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»Die Frage heute ist, wie man die Menschheit überreden kann, in ihr eigenes Überleben einzuwilligen.«

Bertrand Russell

»Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.«

Mahatma Gandhi

»Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.«

Lucius Annaeus Seneca

Auf der ersten Seite habe ich folgendes Leitmotiv vorangestellt: »Nur wenn, was ist, sich ändern läßt, ist das, was ist, nicht alles.« Dieser Satz wurde von Theodor W. Adorno formuliert (Adorno 2003 [1970], S. 391). Adorno hat diesen Satz in seinem Werk »Negative Dialektik« im Kapitel »Meditationen zur Metaphysik« geschrieben, aber er trifft auch für die ernste Situation zu, in der sich das Anthropozän gegenwärtig befindet. Nun verändere ich an Adornos Satz nur die ersten zwei Wörter und schreibe: »Weil das, was ist, sich ändern lässt, ist das, was ist, nicht alles.« Mit dieser Veränderung habe ich Adornos Einschränkung (»nur wenn«) aufgehoben. Dieser Satz wird sicherlich von den meisten Menschen, die sich für eine nachhaltige Zukunft auf die eine oder andere Weise engagieren oder sich um sie sorgen, befürwortet. Auch impliziert er im Kontext der Krisen des Anthropozäns den Auftrag zum Handeln, weil das, was nicht der Nachhaltigkeit entspricht, sich ändern lässt, beziehungsweise geändert werden kann.

Besonders aus dem zweiten Teil dieses Buches geht deutlich hervor, dass...

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