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Migration und Zuwanderung

Literarische, soziologische, ökonomische und sprachliche Aspekte

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Edited By Maria K. Lasatowicz and Andrea Rudolph

Im Sommer 2015 erinnerten sich Deutsche daran, dass Deutsche nach 1933 in neue Heimaten aufbrechen mussten. Auch trat zutage, dass ältere Deutsche kollektive Erinnerungen noch einmal erlebten: die Erinnerung daran, am Ende des Krieges mit 12 Millionen weiteren selbst als Flüchtling unterwegs gewesen zu sein. Dennoch schlug das helle Sommermärchen von 2015 in Deutschland und in Österreich sehr schnell in schwarze Prophetien um.

Der Band präsentiert literarische, ökonomische und soziale Aspekte der Migration. Die Herausgeberinnen sind überzeugt, dass der analytische Blick auf die verschiedensten historisch-politischen Konstellationen, seien diese literarisiert oder faktologisch, helfen wird, die jüngsten Probleme und Erfahrungen in einem schärferen Licht zu sehen. Sie setzen damit gegenwärtiger Aufgeregtheit eine Spannungsbewältigung durch geschichtliche Bildung entgegen.

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„Emigrantengesindel“. Die Emigranten in der populären NS-Presse 1933/34: Hiltrud Häntzschel

Hiltrud Häntzschel

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Abstract: This contribution reverses the point of view of the conference from Immigration to emigration, to the exiles. The National Socialists, who finally gained power in 1933, expelled from Germany by means of mortal threat all of those, that they made out to be undesirables. Their popular press – Die Brennessel, Illustrierter Beobachter, Simplicissimus, Kladderadatsch – spared no lie, no malice, no tastelessness to deride those refugees in word and image, in poems and caricatures and to twist the truth in that they sought to insult them domestically and globally as “stateless so-and-sos,” as “traitors to their country.” Where good satire exaggerates truth in order to clarify reality, national-socialist satire never has to do with the truth, just denunciation. How fatefully and persistently defamation of emigrants continues to have an effect can be seen in examples from the post-war period up to the current debate on refugees.

Keywords: National socialism, Emigration, Popular press, Caricature, Debate on refugees

Mit meinem Beitrag drehe ich die Blickrichtung der Konferenz um. Es geht um Abwanderung und um den Blick derer auf die Weggehenden, die sie genötigt haben, sich auf den Weg zu machen, die sie in die Flucht geschlagen, die sie vertrieben haben.

Ich möchte an einigen Beispielen zeigen, wie die nationalsozialistische Presse das Verhältnis zwischen den Machthabern und den Emigranten, vor allem den prominenten und verhassten Repräsentanten, in den ersten Jahren der Herrschaft für ihre Leser propagandistisch aufbereitet und wie damit beharrlich und nachhaltig...

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