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Isḥāq Armale: Die Schlimmsten aller Katastrophen für die Christen

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Edited By Amill Gorgis and Dorothea Weltecke

Dieser Band ist die erste deutsche Übersetzung von Isḥāq Armales Buch über den Völkermord im Osmanischen Reich. Der syrisch-katholische Chorepiskopos Isḥāq Armalesbeschreibt in der bereits 1919 veröffentlichten Originalausgabe ausführlich das grausame Schicksal, das die Christen in den Städten Mardin, Diyarbakır, ar-Ruhā (Edessa, Urfa, Urhāy), Aleppo, Sindschar, Cizre, Siirt, Kfarbōrān, Tur ‘Abdin sowie in den Dörfern in dieser Umgebung ereilte. Der Autor berichtet über die Unterdrückung der Menschen und berichtet über Entführungen, Vertreibungen, und Massakern, die sich im Jahre 1895 und in den Jahren 1914 bis 1919 zugetragen haben. Die Übersetzung ist ein wichtiges Zeugnis in der Erinnerung an die Menschen, die dem Völkermord zum Opfer fielen.

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Zweiter Teil: Katastrophen des Weltkrieges. Ab der Kriegserklärung bis Juni 1915.

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Zweiter Teil:Katastrophen des Weltkrieges. Ab der Kriegserklärung bis Juni 1915.

1.Die Kriegserklärung.

Die Großmächte waren von einer schon seit Jahren zunehmenden aggressiven Stimmung erfasst. Jede von ihnen wartete auf eine günstige Gelegenheit, andere Staaten unter ihren Schutz zu bringen, die Herrschaft über andere Länder zu erlangen oder ihren Einfluss auf andere Gebiete auszudehnen. Um ihr Vorhaben zu verwirklichen, gaben sie ungeheure Summen an Geld aus, sie stärkten ihre Armeen und erneuerten ihre Waffen. Neue Kriegstechniken wurden entwickelt, Flotten und Waffen der Marine wurden aufgestockt. Jeder Staat lauerte auf den anderen, beobachtete ihn, um ihn zu schlagen, zu vernichten. Deswegen versetzte er sein eigenes Volk in Wut und Zorn, um sich an seinen Rivalen zu rächen. Zu diesem Zweck wurden den Bürgern immer mehr Steuern auferlegt, z. B. auf das Einkommen, die Ernten, das Vieh, die Waren und andere Dinge, mit dem Ziel, die Einkünfte zu erhöhen sowie die Kassen zu füllen. Nur Gott weiß von den leidenschaftlichen Diskussionen unter den Königen und den einfachen Leuten sowie von dem leeren Gerede unter den Vornehmen und den Einflussreichen. Hinzu kommt, dass sozialistische, sowie freimaurerische Vereine die Bevölkerung in Erregung versetzten und ihre Gedanken in Unruhe sowie den Feuerbrand des Aufruhrs unter den Völkern schürten, um ihren Plan zu verwirklichen. Und sie scheuten vor nichts zurück: Töten von Unschuldigen, Erpressung von Geldern, Plünderung von Häusern, Einziehung von Besitz...

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