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Semantische und pragmatische Aspekte der Grammatik

DaF-Übungsgrammatiken im Fokus

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Edited By Claudio Di Meola and Daniela Puato

Ist Grammatik im modernen DaF-Unterricht wirklich überflüssig oder bestenfalls ein notwendiges Übel? Die AutorInnen der 16 Beiträge dieses Bandes glauben nach wie vor an die didaktische Zentralität der Grammatik, allerdings nicht als rein formbezogenes System, sondern als semantisch-pragmatisches Mittel zur inhaltlichen Differenzierung und Verfolgung bestimmter kommunikativer Ziele.

Nach einem einleitenden Beitrag enthält der Band 15 Fallstudien, die sich mit für DaF-Lernende relevanten Sprachphänomenen befassen. Jede Studie nimmt 24 gängige Übungsgrammatiken (Anfänger und Fortgeschrittene) jeweils kritisch unter die Lupe in Bezug auf semanto-pragmatische Aspekte. Es werden die wissenschaftlich-didaktische Adäquatheit der Regeln und Erklärungen bewertet sowie originelle didaktische Vorschläge erarbeitet.

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Intonation: Manuela Caterina Moroni (Trient)

Manuela Caterina Moroni (Trient)

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Abstract: German – like English and Italian – is classified as an intonation language. Intonation languages differ from tone languages in that the speech melody operates at the postlexical level (i.e. a change in the speech melody of a word does not imply a change in the meaning of that word). Intonation in such languages has three main functions: (i) it structures the speech flow in units, (ii) it contributes to encode the information structure of utterances and (iii) it serves to structure and organize interaction in conversation and to characterize specific communicative actions as such.

Unter Intonation versteht man in der Linguistik „die melodische Gestaltung sprachlicher Äußerungen“ (Peters 2014: 1). In Intonationssprachen wie dem Deutschen operiert die Intonation auf post-lexikalischer Ebene, d.h., sie ist nicht – wie in den Tonsprachen (z.B. dem Mandarin-Chinesischen) – Teil des Wörterbucheintrags eines Wortes, sondern dient dazu, (i) den Redestrom in Einheiten, die Intonationsphrasen, zu gliedern, (ii) die Informationsstruktur einer Äußerung zum Ausdruck zu bringen und (iii) die Interaktion im Gespräch zu steuern und die verschiedenen kommunikativen Aktivitäten als solche erkennbar zu machen. Diese Funktionen lassen sich anhand folgenden Auszugs aus einem Gespräch unter Freundinnen illustrieren. Sprecherin B lästert über einen versnobten Bekannten, indem sie ein Beispiel für dessen Verhalten bringt. Dabei bringen die Freundinnen J und A ihre Empörung zum Ausdruck.

(1)Lästergeschichte Snobs1

0009

B

der ruft sich n TAxi-

0010

von...

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