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Die süddeutsche Städtelandschaft – ein interregionaler Vergleich

Unter Mitarbeit von Christoph Gunkel

Edited By Wolfgang Wüst and Klaus Wolf

In der Geografie, als einer Leitwissenschaft in Sachen «Landschaft», definiert man aktuell Städtelandschaften als maßstäblich und räumlich ganz unterschiedliche Ebenen. Diese lassen sich auf einzelne Städte, auf bestimmte Stadtregionen und selbst auf Metropolregionen oder die seit 1918 eingeführte Megalopolis projizieren. Historiker verstehen unter einer «Städtelandschaft» meist ein Gebiet mittlerer Größenordnung mit unterschiedlich starker Urbanisierung, wobei in der «Stadtlandschaft» Städte und Märkte, Bürger und Händler im umschriebenen Raum zwangsläufig eine dominierende Rolle spielen. Der interterritoriale Vergleich führt uns einerseits hinaus in die Welt der europäischen Urbanität, andererseits liegt ein deutlicher Fokus auf den großen wie kleinen Städten Süddeutschlands. In Farbe und Ausführlichkeit analysieren die Autoren dort die Stadtkultur vom Mittelalter bis zur Moderne. Politische, soziale und ökonomische Netzwerke werden ebenso behandelt wie spannende interstädtische Bezüge durch Reisende, Gelehrsamkeit, Schulen, Literatur oder Musik. Teildisziplinen wie die Historische Ortsnamenforschung runden das Bild ab.

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„… ist fleissige ἐπισκοπή und obacht insgemein über das gantze schulwesen anbefohlen.“ Die Administration des Bildungswesens in den süddeutschen Reichsstädten in der Frühen Neuzeit

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Abstract: In the sixteenth century, so- called scholarchates were established in numerous southern German imperial cities, especially in those that had embraced the Reformation or that were bi- confessional with a Protestant majority. The scholarchates were commissions set up by the city magistrates to administer the entire school system, which included both German and Latin schools. This article analyzes comparatively the organisation, personnel, and functions of the scholarchates in the imperial cities of Swabia, Franconia, and Bavaria. It demonstrates that in Protestant and bi- confessional cities, even though magistrates were responsible for the school system, the clergy exercised considerable influence over education in the early modern period.

Eine vergleichende Untersuchung der seit dem 16. Jahrhundert in den süddeutschen Reichsstädten bestehenden Schulverwaltungen gilt seit langer Zeit als Desiderat.1 Im Folgenden soll versucht werden, die bestehende Forschungslücke zu schließen. Ziel des vorliegenden Aufsatzes ist es, die Grundstrukturen der süddeutsch- reichsstädtischen Administration des Bildungswesens in der Frühen Neuzeit zu rekonstruieren. Durch den komparatistischen Ansatz sollen die jeweiligen lokalen Gegebenheiten in einen breiteren Interpretationsrahmen gestellt werden. Die Studie soll gleichzeitig eine solide Basis für zukünftige Spezialstudien zu einzelnen reichsfreien Städten bieten.

Einbezogen in die Analyse werden die insgesamt 37 Reichsstädte des Schwäbischen, Fränkischen und Bayerischen Reichskreises, die ihre Immediatstellung bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts bewahren konnten.2 Diese Städte wiesen ← 359 | 360 →in demografischer, politischer, wirtschaftlicher, sozialer und religiöser Hinsicht große Unterschiede...

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