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Das Tatbestandsmerkmal des fremden Vermögens bei der Untreue zum Nachteil von Personengesellschaften am Beispiel der GmbH & Co. KG

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Maren Stölting

Die Untreue zum Nachteil von Gesellschaften gehört zur Kategorie der Wirtschaftskriminalität, deren Bekämpfung seit vielen Jahren vorrangiges Ziel der strafrechtlichen Reformgesetzgebung ist. Der Tatbestand der Untreue ist nicht auf die Besonderheiten von Personenmehrheiten zugeschnitten, so dass die gesellschaftsrechtliche Untreue ein seit längerem diskutiertes Thema an der Schnittstelle zwischen Zivil- und Strafrecht ist. Während bei der Kapitalgesellschaft eine Untreue zu Lasten des Gesellschaftsvermögens anerkannt ist, wird bei Personengesellschaften ein Nachteil im Vermögen des oder der anderen Gesellschafter(s) gefordert. Die für die Untersuchung beispielhaft verwendete GmbH & Co. KG beansprucht als weit verbreitete Unternehmensform in unserem Wirtschaftssystem grundlegendes Vertrauen. Vor diesem Hintergrund wird die bisherige rechtliche Beurteilung der Untreue zum Nachteil von Personengesellschaften überprüft. Ausgangspunkt für die Untersuchung ist die Grundsatzentscheidung des BGH zur Außengesellschaft Bürgerlichen Rechts als Grundform der Gesamthandsgesellschaften, in der die Rechts- und Parteifähigkeit der Personengesellschaften anerkannt wurde. Die Personengesellschaft wird als mögliches Zuordnungssubjekt für Vermö­gen aus strafrechtlicher und gesellschaftsrechtlicher Sicht untersucht. In diesem Kontext wird auch die Frage der eigenen Rechtspersönlichkeit von Personengesellschaften erörtert.

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Vorwort

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Diese Arbeit wurde im Sommersemester 2009 von der Juristischen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität in München als Dissertation angenommen. Hierin habe ich die Gelegenheit ergriffen, mein in der juristischen Ausbildung erworbenes Wissen mit den gesellschaftsrechtlichen Kenntnissen zu vereinen, die ich während meiner Tätigkeit als Rechtsanwältin für eine internationale Wirt- schaftskanzlei gewonnen habe. Herrn Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Volk, meinem Doktorvater, gilt an erster Stelle mein Dank. Er hat mich bei der Auswahl des Themas unterstützt, mir mit Anre- gungen zur Seite gestanden und mir alle Freiheiten bei der Erstellung der Arbeit gelassen. Ich freue mich, in seiner Reihe veröffentlichen zu dürfen. Ganz herzlich bedanken möchte ich mich auch bei Herrn Dr. Dietmar Prö- chel, der sich als unermüdlicher Diskussionspartner erwiesen hat, mir zu diversen Denkanstößen verholfen und sich schließlich auch noch zum Korrekturlesen be- reit erklärt hat. Das Verfassen meiner Doktorarbeit neben meiner Tätigkeit als Rechtsan- wältin war für mich eine große Herausforderung. Ohne die Unterstützung und Ermunterungen meiner Freunde wäre diese Zeit nicht so angenehm verlaufen. Ich danke nicht zuletzt Herrn Dr. Alexander von Bergwelt für die flexible Freistel- lung, als diese für die Fertigstellung der Arbeit erforderlich war. Gewidmet ist diese Arbeit meinen Eltern, die mir Zeit meines Lebens immer mit Rat und Tat unterstützend zur Seite gestanden und mir so viele Dinge ermög- licht haben. München, im Dezember 2009 Maren St...

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