Show Less

Systemisches E-Learning

Ein theoretisches Modell für die Gestaltung offener Wissenssysteme

Series:

Peter Glanninger

E-Learning wird meist in pädagogischen Zusammenhängen beschrieben. Bei einer solchen Sichtweise werden aber viele Bereiche ausgeblendet, die für ein umfassendes Verständnis von E-Learning von Bedeutung sind. In dieser Arbeit wird eine neue kommunikationswissenschaftliche Perspektive erarbeitet, die sich an einer systemischen Interpretation orientiert. Auf Basis einer systemtheoretischen Analyse wird ein Modell entwickelt, in dem E-Learning nicht mehr als eine Lehr-Lernmethode, sondern als soziales System und als ein Wissenssystem beschrieben wird. Die Funktionen, Prozesse und Strukturen, die E-Learning zugrunde liegen, werden dabei auf einer allgemeinen Ebene beschrieben. Somit kann das Modell in der Praxis auf die unterschiedlichsten E-Learning-Aktivitäten angewendet werden.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

8 Exkurs: Kulturelle Dimensionen von E-Learning 225

Extract

8 Exkurs: Kulturelle Dimensionen von E-Learning Die Behandlung von Kultur im systemtheoretischen Kontext und im Zusammenhang mit E-Learning stellt eine besondere Herausforderung dar. Einerseits eröffnet sich Kultur nur schwer der systemtheoretischen Analyse. Deshalb ist diese Arbeit eigentlich nicht der richtige Platz, um die kulturellen Dimensionen von E-Learning zu beleuchten. Anderer- seits finden sich bei der Beschreibung von E-Learning immer wieder konkrete kulturelle Bezüge und Verweise. Demnach ist Kultur ein wesentliches Merkmal bei der Realisierung und für die Akzeptanz von E-Learning. Daher wäre es ein schwerwiegendes Versäumnis, die kul- turellen Perspektiven von E-Learning völlig außer Acht zu lassen. Das Dilemma lässt sich hier nur mit dem Versuch auflösen, eine Richtung anzudeuten und den Rahmen abzustecken, in dem das Verhältnis von Kultur und E-Learning abgehandelt werden kann. Im vorgestellten Modell der E-Learning-Pyramide wurde bei den Kompetenzfeldern Kultur als eigener Bereich ausgewiesen. Das mag auf den ersten Blick verwundern, da sich Fähigkeiten im Sinne konkre- ter Handlungskompetenzen für den Bereich Kultur nur schwer identi- fizieren lassen. Zumindest nicht in der Weise, wie dies etwa bei den anderen dargestellten Bereichen der Fall ist, also z.B. die Fähigkeit zur didaktischen Gliederung von Inhalten oder die technische Kompetenz zur Installation von Software. Günstigstenfalls könnte man vom Be- griff der interkulturellen Kompetenz und den damit in Verbindung stehenden Kategorien wie Verhaltenskompetenz, Kommunikations- kompetenz und Verstehenskompetenz ausgehen (Lüsebrink 2005, 9). Diese sind andererseits aber so allgemein gehalten, dass sie im Zu- sammenhang...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.