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Sanatio in radice

Historie eines Rechtsinstituts und seine Beziehung zum sakramentalen Eheverständnis der katholischen Kirche

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Peter Fabritz

Kann man eine ungültige Ehe gültig machen? Ist Gültigkeit überhaupt ein Kriterium für die Ehe? Was sind die Voraussetzungen, um eine Ehe als gültig oder ungültig zu bezeichnen? Besitzt die Kirche eine rechtliche Gewalt über die Ehe, die es ihr erlaubt, eine Ehe als gültig oder ungültig zu klassifizieren? Die Ehe kommt zustande durch den Willen zur Ehe, den beiderseitigen Konsens der Partner. Keine Macht der Welt kann ihn auflösen. Der Konsens kann aber existent sein und dennoch ungültig, weil zum Zeitpunkt der Konsensabgabe ein Hindernis vorlag. Hier hat sich im 14. Jahrhundert ein Rechtsinstitut entwickelt, mit dem die Päpste ungültige Ehen Kraft apostolischer Autorität rückwirkend für gültig erklärt haben: Die sanatio in radice – die Heilung in der Wurzel. Die Arbeit versucht ausgehend vom römischen Recht über die Anfänge kirchlicher Ehedispens bis hin zur Gegenwart eine rechtshistorische Gesamtdarstellung der sanatio in radice vorzulegen.

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Vorwort

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Die vorliegende Promotionsschrift wurde von der Katholisch – Theologischen Fakultät der Ruhr – Universität Bochum im Wintersemester 2009/2010 für das Fach Katholische Theologie angenommen. Mein Dank gilt den Gutachtern Herrn Prof. Dr. Matthias Pulte, Mainz, Herrn Prof. Dr. Christoph Krampe, Bo- chum und in besonderer Weise meinem Doktorvater Herrn Prof. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt, Bochum. Nachdem mich der damalige Bischof von Essen, Dr. Felix Genn, mit dem Pro- motionsstudium beauftragt hatte, regte Prof. Dr. Reinhardt an, eine rechtshistori- sche Arbeit über die sanatio in radice zu verfassen. Nach anfänglicher Skepsis über dieses Rechtsinstitut etwas grundlegend Neues erforschen zu können, habe ich bald erkannt, dass es keine rechtshistorische Gesamtdarstellung über die sa- natio in radice gibt. Zudem sollte das Verhältnis von Sakrament und Gültigma- chung der Ehe untersucht werden. Die Ergebnisse lege ich hiermit der kanonisti- schen Fachwelt vor. Die Dissertationsschrift ist während meiner priesterlichen Tätigkeit in der Pfar- rei St. Michael, Werdohl – Neuenrade entstanden. Die vergleichsweise kurze Entstehungszeit von knapp drei Jahren ist auch Herrn Prof. Reinhardt zu ver- danken. Seine unkomplizierte, kompetente und mich immer wieder ermutigende Art, die Entstehung dieser Arbeit zu begleiten, verpflichtet mich zu sehr großem Dank! Danken möchte ich auch Frau Aloisia Oppermann, den Herren Dr. iur. August-Wilhelm Otten, Dr. phil. Stefan Nottelmann, Marc-Renè Klotzeck und Herrn Dipl. Theol. Hans-Jürgen Stracke, der Korrektur gelesen hat. Ihnen allen gilt ein herzliches "Vergelt's Gott"! Während der Promotionszeit verstarb mein Vater, Peter Fabritz senior. Ihm posthum...

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