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Alternative Freiverkehrssegmente im Kapitalmarktrecht

Zugleich ein Beitrag zur rechtsökonomischen Analyse emittentenbezogener Regulierung durch einen Marktveranstalter und zum System der Segmentierung

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Philipp Storm

Alternative Freiverkehrssegmente (wie z. B. der Entry Standard der Deutschen Börse AG) stellen einen eigenständigen Segmenttypus im nationalen Kapitalmarktrecht dar, der in der nationalen Historie und auch in anderen Nationen mit entwickelten Kapitalmärkten seine Entsprechung findet. Die Arbeit geht zunächst den Charakteristika dieses Segmenttypus sowie der Frage nach, was aus ökonomischer Perspektive für den grundsätzlichen Ansatz alternativer Freiverkehrssegmente spricht, eine staatsferne, reduzierte Regulierung der notierten Emittenten in einem Teilbereich des Börsenmarktes anzubieten. Als Vorfrage zur Einordnung dieser Marktsegmente wird im Folgenden das Prinzip der Marktsegmentierung als eines der Wesensmerkmale des nationalen Kapitalmarktrechts offengelegt. Es stellt sich als ein System der Marktsegmente dar, dem bestimmte Begriffe, Prinzipien und Grundsätze innewohnen. Auf der Grundlage dieses systematischen Verständnisses wird der Frage nachgegangen, ob alternative Freiverkehrssegmente Börsen im materiellen und auch formellen Sinne sowie organisierte Märkte im Sinne der verschiedenen kapitalmarktrechtlichen Vorschriften darstellen und inwiefern diese Normen – insbesondere zur Informationshaftung für fehlerhafte Ad-hoc-Publizität – auf diesen Segmenttypus Anwendung finden sollten.

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Vorwort

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Diese Arbeit lag im Frühjahrstrimester 2009 an der Bucerius Law School – Hochschule für Rechtswissenschaften – in Hamburg vor und wurde im Herbst- trimester 2009 als Dissertation angenommen. Die mündliche Prüfung zum Thema der „Investorenvereinbarungen im aktien- und kapitalmarktrechtlichen Normengefüge“ fand am 12. November 2009 statt. Mein Dank gilt zunächst Herrn Prof. Dr. Rüdiger Veil, der das Erstgutachten erstellt, die Arbeit betreut und mit großem Interesse begleitet hat. Er war mir stets ein kritischer und interessierter Begleiter in der Zeit der Entstehung dieser Arbeit. Insbesondere in Zeiten, in denen aufmunternder Zuspruch gefragt war – so etwa im Laufe der Entstehungsgeschichte des Finanzmarktrichtlinien- Umsetzungsgesetz – hat er mich mit großer Zuversicht und beruhigenden Wor- ten bei der Fertigstellung der Arbeit unterstützt. Mein Dank gilt Herrn Prof. Dr. Rüdiger Veil auch für die sehr prägende und schöne Zeit am Alfried-Krupp-Lehrstuhl und am Institut für Unternehmes- und Kapitalmarktrecht an der Bucerius Law School in Hamburg. Wir hatten uns bereits 2003 in Berlin am Lehrstuhl von Prof. Dr. Thomas Raiser kennen ge- lernt und ich habe mich über das damalige Angebot, bei ihm promovieren zu können, sehr gefreut. Auch wenn aus dem ursprünglichen Thema „Designated Sponsors“ letztlich nichts geworden ist, war dieses Thema doch längere Zeit Wegbegleiter und Anlass zum Einstieg in die aktien- und kapitalmarktrechtlich Materie. Mein Dank gebührt auch, dass er mich in sein erstes Lehrstuhlteam an der Bucerius Law School aufgenommen hat und ich so die...

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