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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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6.2.6 Die Struktur der Sammlung/Problematik der Einteilung 76

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76 A mí me gusta, me gusta, Meterme en un taberna... Bengan cañas de Sanlúca. Demof 30 fand einen Platz unter den soleares, obwohl er inhaltlich nicht unbedingt den Kriterien des "jondo" entspricht. Das Programm, nach dem Demófilo gesammelt hat, klammert mithin viele Texte von vorne herein aus. Ŕ Der Sammler, der aus einem liberalen Elternhaus kam und Zeit seines Lebens der "Enseñanza libre" nahestand (- er hat übrigens die Sammlung der Institución libre de enseñanza gewidmet -207), war an GlaubensŔ fragen wenig interessiert. Im Gegensatz zu Fernán Caballero fanden bei ihm Texte mit religiösen Inhalten kaum Beachtung. 6.2.6 Die Struktur der Sammlung Ŕ Problematik der Einteilung. Demófilo teilte nach den palos ein. Er listet auf: Soleares de tres versos, Soleariyas, Soleares de cuatro versos, Seguiriyas gitanas, Polos y Cañas, Martinetes, Tonás y Livianas, Deblas, Peteneras. Diese Einteilung liegt für einen guten Kenner der Gesänge erst einmal nahe. Wer allerdings nicht weiß, welcher Melodie welcher Text zuzuordnen ist, hat seine Schwierigkeiten. Doch wenn man davon ausgeht, dass vielleicht jemand zu einer bestimmten Melodie einen Text sucht, hat dieses Vorgehen seine Berechtigung. Die Einteilung nach Zeilenanzahl, die Demófilo bei den Soleares vornimmt, wurde immer wieder übernommen und ausgeweitet (s. unten Orozco y Bañuls). Auch diese Einteilung ist problematisch, da die Grenze zwischen Dreizeilern und Vierzeilern in der Oralität fließend ist. Dreizeiler können mit mehr oder weniger nichtssagenden Floskeln als erste Zeile zu Vierzeilern verändert...

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