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Das Bild der Frau in den Liedertexten des Flamenco

Adela Rabien

«Carmen» ist für uns der Inbegriff der andalusischen Zigeunerin. Entspricht sie dem Frauenbild, das wir in den Liedertexten des Flamenco finden? In dieser Arbeit werden zuerst die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse gegen den «Mythos Flamenco» abgegrenzt. Es wird nach der Authentizität der Texte gefragt und erläutert, welche Probleme sich ergeben, bis ein Frauentext in eine Sammlung gelangt. Im zweiten Teil der Arbeit wird untersucht, welche Frauenbilder in den Liedertexten tradiert werden: die Geliebte, die Ehefrau, die Mutter, die Schwiegermutter und die Frau allgemein – mit einigen überraschenden Erkenntnissen.

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6.5 Andere Sammlungen 88

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88 Als Beispiel sei hier die Schriftform einer Strophe von Demófilo der von Orozco und Bañuls gegenüber gestellt. Die bessere Lesbarkeit (-nicht nur für Nicht-Spanier!-) produziert somit zwei Register:237 Demof II, S. 215 OrB, 535 Yo bengo juyendo, Yo vengo huyendo ¿Aónde me entraré? ¿dónde me entraré?, Que me persiguen mare los sibiles que me persiguen, madre, los civiles Me quieren prendé. me quieren prender. Orozco und Bañuls fühlten sich verpflichtet, orthografische Abweichun- gen vom Castellano durch Kursivdruck zu kennzeichnen ( to´s, toás, pa´, daíto, olvidao, querío...). Auf das Ceceo gingen sie nicht weiter ein, sondern benutzten die übliche spanische Schreibweise. Caló-Worte wurden im Druck nicht hervorgehoben. 6.5 Andere Sammlungen Sehr sporadisch greife ich auf weitere Sammlungen zurück, die unter anderen Gesichtspunkten entstanden sind. Eine davon ist die 1921 erschienene Ausgabe "Cancionero popular murciano" von Alberto Sevilla. Er beschränkt seine Auswahl auf die in der Provinz Murcia gesungenen Lieder, ebenso wie María Josefa Díez de Revenga Torres, deren "Cancionero popular murciano antiguo " eine Kompilation der Sammlungen von José Martínez Tornel ("Cantares populares murcianos" von 1892) und Pedro Díaz Cassou ("El cancionero panocho", 1900) darstellt. Es wurden von mir dabei nur Texte berücksichtigt, die in der üblichen Form der Flamencolieder gehalten sind (vorzugsweise vierzeilige Achtsilber) beziehungsweise als (in den Flamenco übergegangene) "cantes de Levante" identifizierbar sind238. Auch der "Cancionero granadino de tradición oral" (1994) von M.L. Escribano Pueo, T....

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