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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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6 Intermedialität

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121 6. Intermedialität Gattungskontamination, Tendenzen zur Hybridisierung und Medien, die in Kon- takt zueinander treten – dies sind keine neuen Phänomene. Seit über einer Deka- de ist der Begriff der Intermedialität jedoch neuen Bedeutungen unterworfen. Er dient mittlerweile als Sammelbegriff für die Vehemenz, mit der Forschungsbe- reiche interdisziplinär agieren und die Durchdringung unterschiedlicher Aus- drucksformen und Gattungen immer offensichtlicher zutage tritt. Kennzeichnend für diesen Prozess sind die Überschreitungen von Gattungsgrenzen zwischen Li- teratur und anderen Künsten.578 Der Bereich der Kontakte zwischen Literatur und anderen Medien ist nicht nur in Hinblick auf die zunehmende Durchdrin- gung des Alltags durch verschiedene Medien relevant. Die Untersuchung fügt sich ein in die zunehmende Öffnung der philologischen Disziplinen auf einen in- termedialen Diskurs.579 So werden eine große Anzahl an Untersuchungen zu Li- teratur und Malerei, Musik, Architekt und Film vorgelegt.580 Das literarische Werk wird dabei nicht mehr als kohärente Einheit definiert, sondern die Durch- dringung mit anderen Medien steht im Fokus der Aufmerksamkeit. The approaches to literary study are many. Some scholars, we know, prefer to study lit- erature as an entity unto itself, as a single, coherent, self-contained, self-existent art, just as some choose a literary work within the frontiers of a single, self-sufficient, national language. Such centripetal approaches, however, while of value, tend to deny literature its centrifugal spirit – its tendency not only to cross international borders, both artistically and intellectually, but also to intersect with other forms of art and knowledge.581 Die Untersuchung...

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