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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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6.3 Intermedialität: Versuch einer Definition 126

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126 sis sein sollte.604 Daraus ergibt sich das Postulat einer literaturzentrierten Inter- medialitätsforschung, das so der Gefahr einer zunehmenden Marginalisierung der Literatur innerhalb potentieller Gattungskorrelationen begegnet wird. 6.3 Intermedialität: Versuch einer Definition Der Terminus der Intermedialität ist zu einem Modebegriff geworden, zu einem attraktiven Terminus gerade für die jungen technischen Medien. Es existiert eine „schier unübersehbar gewordene Vielfalt medienwissenschaftlicher Ansätze.“605 Die Modernität dieses Forschungsbereichs spiegelt sich in den unterschiedlichen Meinungen und der unterschiedlichen Akzeptanz dieses neuen Forschungsberei- ches. Stellte Jürgen E. Müller noch vor einer Dekade fest, dass sich ein interme- dialer Forschungsansatz seiner Meinung nach als Provokation erweist, da er „ei- ne Revision traditioneller Grenzziehungen und eingefahrener Reduktionsmecha- nismen“606 einfordert, so konstatiert Joachim Paech schon wenig später pole- misch, dass das Forschungsfeld der Intermedialität zu einem Bereich für geis- teswissenschaftliche Disziplinen geworden ist, die „in die Jahre gekommen sind und beginnen, sich in ihrer selbstgewählten und eifersüchtig verteidigten splen- did isolation [sic] unbehaglich zu fühlen.“607 Gleichzeitig weist er auf eine diffu- se Begriffsbildung hin, die Intermedialität tendenziell mit neuen Medien gleich- setzt.608 Ohne besondere Berücksichtigung spezifischer Medienausformungen lässt sich Intermedialität als eine „intendierte, in einem Artefakt nachweisliche Ver- wendung oder Einbeziehung wenigstens zweier konventionell als distinkt ange- sehener Ausdrucks- oder Kommunikationsmedien“609 definieren. Von verschie- denen Forschern wird diese Definition präzisiert. So verdeutlicht Werner Wolf, 604 Vgl. Hansen-Löve, Aage, A.: Intermedialität und Intertextualität:...

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