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Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

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Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

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8.5.3.2 Strukturelle Affinitäten zwischen Roman und Musikals Beispiel verdeckter Intermedialität 221

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221 fiktive William Byrd: „thus the world’s music is truly harmony, caused by the motion of the stars and the violence of the spheres (EM, 204).“ Die Abbildung ist jedoch wie ein barockes Vanitas-Stilleben gestaltet.1058 Die nächsten beiden musikalisch inspirierten Graphiken werden von Christin Galster im zwölften Kapitel als William Hogarth’s Stich Madness, thou Chaos in the Brain und zu Beginn des vierzehnten Kapitels als Zeichnung Study of a Music Party von Thomas Gainborough benannt.1059 Sie dienen als Ausgangspunkt für Diskussio- nen über die ästhetischen Prinzipien der Malerei. In den Wanderungen nimmt der Protagonist des Romans die Umgebung der englischen Landschaft in sich auf. Timothy vergleicht sie mit Musik. So wie die katholischen Komponisten während des Elisabethanischen Zeitalters ihre Kompositionen als „line of beau- ty“ (EM, 195) formten, folgt die englische Landschaft denselben Gesetzmäßig- keiten. Musik und Landschaft verschmelzen und bilden die Essenz der English Music.1060 The landscape was charged with common feeling, a sense of origin as subtle as the light which moved back and forth across this picture, taking the eye upwards form the earth and back into the sky. This was the line of beauty, the graceful double curve which seemed to Timothy to be a line of music, so soft and so prolonged it had become. (EM, 308) Einleitend zu Kapitel 18 deutet eine mittelalterliche Buchillustration auf den Gralsmythos hin. Der heilige Gral wird als Buch präsentiert: „For in this book lies our inheritance (EM, 391).“ Anschließend „hört...

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