Show Less

Die Darstellung von Musik im zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsroman

Peter Ackroyd, Vikram Seth, Richard Powers, Frank Conroy, Paul Auster

Series:

Meike Reher

Die Studie untersucht musikalische Thematisierungen und strukturelle Affinitäten in zeitgenössischen englischen und amerikanischen Bildungsromanen. Im Gegensatz zu bisher vorliegenden Arbeiten zielt sie auf eine gattungsspezifische Perspektive. Die Autorin untersucht, wie der Bildungs- und Identitätsprozess des männlichen Protagonisten durch die Musik unterstützt wird und weist einen grundlegenden Funktionswandel des Genres nach. Im zeitgenössischen Bildungsroman wird Musik zu einem dystopisch eingefärbten Symbol für Isolation und Eskapismus bis hin zu einem Substitut personaler wie sozialer Identität.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

9.5 Thematische Aspekte der musicalization of musicin An Equal Music 249

Extract

249 exemplifiziert sich im Roman durch eine Abkehr von der Gesellschaft und dem Versuch, der emotionalen und kognitiven Bildung über den Modus der klassi- schen Musik. Im Folgenden soll zunächst die umfassende musikalische Vorbildung Seths thematisiert werden, bevor drei Komponenten aus der großen Vielfalt mu- sikalischer Thematisierungen herausgegriffen werden, die den Versuch der Aus- bildung einer eigenen Identität unterstützen. Die Geige fungiert dabei als Ersatz für eine Beziehung und das Maggiore Quartett, das weitere zwischenmenschli- che Kommunikation ermöglicht, dient als Substitut für einen Freundeskreis. Der gewählte Musikkanon steckt gemeinsam mit der Zurückweisung moderner Mu- sik, Jazz und Popularmusik den engen Radius künstlerischen Welterfahrung ab, die sich jenseits realer Erfahrungen im Alltag in Proben und Konzerten manifes- tieren. 9.5 Thematische Aspekte der musicalization of fiction in An Equal Music 9.5.1 Musikalische Vorerfahrungen Vikram Seths – Beispiele einer contextual evidence Die Analyse vor dem Hintergrund eines musikalisches Strukturschemas macht es erforderlich, auch die musikalische Vorbildung und Präferenzen eines Autors mit einzubeziehen. Diese circumstantial or contextual evidence erlaubt nach Werner Wolf relevante Anschlussmöglichkeiten für die weitere Untersuchung des Prosatextes. In der Author’s Note am Ende des Romans gibt Vikram Seth ei- nen Einblick in die Entstehung von An Equal Music. Er äußert sich zu den un- terschiedlichen Hilfen und Ansprechpartnern, die die Umsetzung des musika- lisch-fachlichen Textes erst ermöglicht haben1204 und nennt explizit „a pianist, a percussionist and a string player“ als Musiker, die ihm bei der Erschließung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.