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Clinton am Kivu-See

Die Geschichte einer afrikanischen Katastrophe

Helmut Strizek

In der Regierungszeit des amerikanischen Präsidenten Bill Clinton von 1993 bis 2001 ist das zentrale Afrika aus den Fugen geraten. Die amerikanische Politik hat dazu beigetragen. Auslöser für eine Kettenreaktion von Katastrophen (Ruanda-Krieg 1994 und die beiden Kongo-Kriege 1996/1997 und 1998/1999) war Clintons «Flucht aus Somalia» nach dem Desaster von Mogadischu am 3. Oktober 1993. Dem Wirken der Clinton-Administration östlich und westlich des Kivu-Sees und dem Scheitern der nach dem Fall der Berliner Mauer eingeleiteten Demokratisierung auch in diesem Teil der Welt wird in der Untersuchung nachgespürt. Dabei taucht ein «Sudan-Syndrom» als möglicher Erklärungsschlüssel für die amerikanische Politik seit 1993 auf.

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ANLAGEN 370

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370 ANLAGEN Anlage 1 Anmerkungen zu Alison Liebhafsky Des Forges Alison Liebhafsky Des Forges, am 20. August 1942 als Tochter des Che- mikers Herman A. Liebhafsky und Sybil Small in Schenectady im Bundesstaat New York geboren, kam am 12. Februar 2009 bei einem Flugzeugabsturz wäh- rend des Landeanflugs auf ihren Wohnort Buffalo im Alter von 66 Jahren ums Leben. Ihr unprätentiöses Auftreten und ihre unermüdliche Energie werden in Erinnerung bleiben. Sie ist als Verfasserin von Leave None to Tell the Story1107 und als sachver- ständige Gutachterin des Arusha-Gerichts weltbekannt geworden. Ihr Leben war eng mit Ruanda verwoben. Als junge Frau kam sie in die Region, um in einem Lager für Tutsi-Flüchtlinge, die nach der Abwahl der Monarchie 1961 das Land verlassen hatten, Englisch zu unterrichten. 1966 schrieb sie an der Yale University ihre Master-Arbeit über den Ein- fluss des Kolonialzeitalters auf die ruandische Geschichte. 1972 promovierte (PhD) sie dort mit der Arbeit Defeat is the Only Bad News: Rwanda under Mu- siinga, 1896–1931. 1964 hatte sie den China-Historiker Roger Des Forges ge- heiratet, mit dem sie 1972 nach dessen Berufung zum Professor für asiatische Geschichte nach Buffalo ging. Dort wuchsen auch ihre beiden Kinder auf. Bis 1994 unterrichtete sie an der Universität in Buffalo. Sie hat sich in der Helsinki- Watch-Bewegung engagiert, aus der African Watch und schließlich Human Rights Watch (HRW) hervorging. 1992 wurde sie - noch ehrenamtlich - Afrika- Beraterin für HRW. Auf der internationalen B...

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