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Identifizierung übernahmegeeigneter Unternehmen

Ansätze zur Erkennung von Optimierungs- und Synergiepotenzialen

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Christoph Buss

Während viele Unternehmen im Laufe der Zeit Ziel einer Übernahme werden, bewahren andere über Jahrzehnte hinweg ihre Unabhängigkeit. Die Arbeit untersucht die Fragen, welche Charakteristika Übernahmeziele aufweisen, und ob sie sich schon frühzeitig als Übernahmekandidaten identifizieren lassen. Ein erster Ansatz zielt auf die Erkennung von Unternehmen mit Optimierungspotenzialen ab, welche anhand von Kennzahlen modelliert werden. Obwohl sich in einer empirischen Untersuchung einige typische Auffälligkeiten von Übernahmezielen nachweisen lassen, reichen diese Unterschiede nicht zu ihrer Früherkennung aus. Im deutschen Kapitalmarkt sind stattdessen Synergiepotenziale wesentlicheres Übernahmemotiv. Ein zweiter in der Arbeit entwickelter Ansatz bietet auf Grundlage des Branchenlebenszyklus einen konzeptionellen Rahmen für die Identifizierung entsprechender Übernahmekandidaten.

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II. OPTIMIERUNGS- UND SYNERGIEPOTENZIALE ALS ZENTRALE DETERMINANTEN DER ÜBERNAHMEEIGNUNG 19

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Optimierungs- und Synergiepotenziale als zentrale Determinanten der Übernahmeeignung 19 II. OPTIMIERUNGS- UND SYNERGIEPOTENZIALE ALS ZENTRALE DETERMINANTEN DER ÜBERNAHMEEIGNUNG A. Steigerung des Unternehmenswertes als wichtigstes Übernahmemotiv 1. Realisierung von Optimierungspotenzialen a) Erhöhung der Effizienz durch Austausch des Managements Ein erstes Optimierungspotenzial ist bei Unternehmen zu vermuten, die von ei- nem für ineffizient gehaltenen Management geführt werden. An solchen Unter- nehmen besteht Interesse von Käufern, die das Ziel verfolgen, sein Management auszutauschen und dadurch seine Effizienz und seinen Wert zu steigern.59 Eine solche „Ineffizienz“ liegt genau dann vor, wenn die vom Management ver- folgte Strategie bzw. dessen unternehmerische Entscheidungen nicht zu einer optimalen Nutzung des dem Unternehmen zur Verfügung gestellten Kapitals führen. Eine „optimale“ Nutzung ist nicht objektiv messbar. So kann z.B. jegli- che Entwicklung von Gewinn oder Aktienkurs verschiedenste Ursachen haben. Sind jedoch das wettbewerbliche Umfeld und vorhandene Ressourcen für eine Gruppe von Unternehmen ähnlich bzw. vergleichbar (z.B. innerhalb einer Bran- che), liegt es aus Käufersicht nahe, die Verantwortung für eine erkannte unter- durchschnittliche Entwicklung zentraler Größen eines betrachteten Unterneh- mens (wie z.B. des Gewinns) bei dessen Management und dessen suboptimaler Wahrnehmung der ihm zufallenden Entscheidungsmöglichkeiten zu vermuten. Bei der Suche nach den Ursachen für die Ineffizienz des Managements eines Unternehmens ist zum einen denkbar, dass das Management unzureichende bzw. unterdurchschnittliche Fähigkeiten besitzt, bestmögliche unternehmerische Ent- scheidungen zu treffen. Dies kann rein fachliche, aber auch allgemeine Mana- gement- bzw. Führungsfähigkeiten betreffen. Eine alternative Erklärung...

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