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Prognoseberichterstattung

Praxis, Determinanten und Kapitalmarktwirkungen bei deutschen börsennotierten Unternehmen

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Daniela Barth

Die Arbeit wurde mit dem Dr. Andreas Dombret Promotionspreis 2009 der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Münster ausgezeichnet.
Der steigende Informationsbedarf an Prognosen seitens der Berichtsadressaten war Anlass verschiedener Reformmaßnahmen, welche den Lagebericht zu einem zukunftsorientierten Berichtsinstrument ausgebaut haben. In dieser Studie wird der Frage nachgegangen, wie sich die Prognoseberichterstattung im Lagebericht entwickelt hat, durch welche Bestimmungsfaktoren die Berichtspraxis determiniert wird und welche Kapitalmarktreaktionen mit der Veröffentlichung von Prognosen einhergehen. Die Befunde liefern umfassende Einblicke in die Prognosepublizität und deren Kapitalmarktwirkungen unter Berücksichtigung aktueller Rechnungslegungsanforderungen.

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6 Analyse der Kapitalmarktreaktion auf die Prognosepublizität 195

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Analyse der Kapitalmarktreaktion auf die Prognosepublizität 195 6 Analyse der Kapitalmarktreaktion auf die Prognose- publizität 6.1 Festlegung des Forschungsdesigns Bevor die Untersuchungsmethodik im Detail dargestellt wird, gibt das folgende Kapitel zunächst einen allgemeinen Überblick über das Konzept der Ereignisstudie. Darauf auf- bauend wird der Ablauf einer solchen Studie – unter Bezugnahme auf die Vorgehensweise in dieser Arbeit – konkretisiert. 6.1.1 Grundlegendes zum Konzept der Ereignisstudie Im Rahmen von Ereignisstudien (event studies) wird das Aktienkursverhalten auf ein be- stimmtes Ereignis, z.B. die Abgabe von Prognosen, ermittelt.952 Hierzu wird der Kursver- lauf einer Aktie in einem Zeitraum um das Bekanntwerden des Ereignisses beobachtet. Ziel ist es dabei aufzudecken, inwiefern und in welcher Höhe sich ein bestimmtes Ereignis in den Aktienkursen niederschlägt und damit einen abnormalen Kursverlauf hervorruft.953 Die Methodik der Ereignisstudie ist eng verknüpft mit dem Konzept der informationseffi- zienten Kapitalmärkte:954 Das Bekanntwerden eines Ereignisses stellt eine neue, allgemein verfügbare Information dar. Unter der Voraussetzung einer mittelstrengen Informations- effizienz wird diese Information unverzüglich verarbeitet und löst entsprechende Kauf- bzw. Verkaufsentscheidungen am Kapitalmarkt aus.955 Ereignisstudien ermöglichen somit gleichzeitig einen Test auf das Vorliegen von Markteffizienz, da die Geschwindigkeit der Kursanpassung an die neue Information ermittelt werden kann.956 In Abb. 6-1 ist die Veränderung des Aktienkurses infolge des Bekanntwerdens eines Ereignisses zusammenge- fasst. 952 Zum Begriff der Ereignisstudie vgl. u.a. Bowman (1983), S. 561; Fama (1991), S. 1599; May (1991), S. 313; Glaum (1996), S. 239ff.; Lindemann (2004), S. 110. 953 Zur Zielsetzung...

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