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Verschwendung

Philosophie, Soziologie und Ökonomie des Überflusses

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Till Johannes Hoffmann

Ziel der Arbeit ist der Beweis, dass Verschwendung in all ihren verschiedenen Formen immer ein Paradoxon aufweist. Es zeigt sich bei der Analyse, dass bisherige Interpretationen in der Soziologie, Philosophie und Ökonomie die Verschwendung jeweils entweder positiv oder negativ – also einseitig – bewerten. Diese einseitigen Bewertungen erweisen sich allerdings als nicht haltbar. Verschwendung ist immer von zwei Seiten zu betrachten. Jeder Verschwendungsakt beinhaltet bei Betrachtung der Makroebene immer sowohl positive als auch negative Folgen in unterschiedlichen Bereichen. Die Verschwendung erweist sich somit auf der einen Seite als grundlegender Treiber und wichtige Basis einer jeden Gesellschaft und Ökonomie. Auf der anderen Seite führt maßlose Verschwendung in die Zerstörung von Allem.

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1. Einleitung 11

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11 1. Einleitung „Vor der Verabschiedung des Bundeshaushalts wirft die FDP der großen Koalition sorglosen Umgang mit Steuergeldern vor. Das Geld werde für Fledermauspro- gramme und Opernkarten verschleudert. Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Jürgen Koppe- lin, sagte zu FOCUS: „Wer mit rund 50 Milliarden Euro mehr Steuereinnahmen die Neuverschuldung nur um 25 Milliarden Euro senken kann, dem fehlt der Spar- wille.“ So hätten sich Union und SPD im nächsten Jahr über 73 neue Top-Jobs in den Leitungsbereichen und Grundsatzabteilungen der Ressorts genehmigt – nach Proporz auf rote und schwarze Ministerien verteilt. Das koste fünf bis sechs Mil- lionen Euro mehr im Jahr: „Damit wirft die Regierung die komplette Lohn- und Einkommensteuer von 1000 Durchschnittsverdienern zum Fenster raus“, sagte Koppelin. Insgesamt 400 Streichposten haben die FDP-Haushälter ausgemacht, mit de- nen die Neuverschuldung im nächsten Jahr auf Null zu drücken wäre. Gut die Hälfte des Sparpotenzials entdeckten die Liberalen in unscheinbaren Einzelposi- tionen wie dem „Regionalabkommen zur Erhaltung der Fledermäuse“, das jähr- lich 84 000 Euro kostet. Für die „wandernden afrikanisch-eurasischen Zugvögel“ muss der Steuerzahler jedes Jahr 180 000 Euro ausgeben. Für zehn Millionen Euro leistet sich das Bundesinnenministerium in Berlin, München und Hannover drei Polizeiorchester. Die Karten für die Wagner-Festspiele in Bayreuth verbilligt der Bund mit 1,6 Millionen Euro jährlich. Für das „bundeseigene Tagungszentrum auf der Insel Vilm“ überweist Steinbrück drei Millionen Euro, für die Beratung von Auswanderern 256...

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