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Ausgewählte Aspekte des Rückkaufs eigener Aktien in Deutschland

Eine modelltheoretische Analyse von Aktienrückkäufen bei preiselastischer Marktnachfrage

Kai Nekat

Die Arbeit liefert eine breite theoretische Basis für die Erklärung verschiedener Aspekte von Aktienrückkäufen in Deutschland. Insbesondere der preiselastische Verlauf der Marktnachfrage nach Aktien wird in den verschiedenen modelltheoretischen Analysen berücksichtigt. Neben den grundlegenden Fragen nach den rechtlichen Rahmenbedingungen, den Motiven des Managements für oder gegen die Durchführung von Aktienrückkäufen, den verschiedenen Rückkaufverfahren und den Ausschüttungsalternativen werden weiterführende Fragestellungen betrachtet. Beispielsweise werden die unterschiedlichen Wirkungen von Aktienrückkauf und Dividendenzahlung auf Aktienkurse und Aktionärsvermögen bei Vorliegen eines bewertungsineffizienten Kapitalmarkts analysiert. Die Betrachtung kapitalmarktseitiger Einflussfaktoren auf Rückkaufmenge und Aktienkurse bei asymmetrischer Informationsverteilung schließt die Untersuchung ab.

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9 Aktienkurse bei asymmetrischer Informationsverteilung und optimaler Rückkaufmengenwahl 207

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207 9 Aktienkurse bei asymmetrischer Informationsvertei- lung und optimaler Rückkaufmengenwahl 9.1 Überblick über die Modellanalyse und die relevante Literatur Die modelltheoretische Analyse des vorangehenden Abschnitts thematisierte die Auswirkungen verschiedener Ausschüttungspolitiken auf den Aktienkurs im Aus- schüttungszeitpunkt sowie die Auswirkung der jeweiligen Ausschüttung auf das Aktionärsvermögen bei preiselastisch verlaufender Marktnachfrage. Im Rahmen der Analyse wurde von einer Vollausschüttung des Free Cashflows seitens der Unternehmung ausgegangen, auch wenn sich dies negativ auf den erwarteten Wert je Aktie und das erwartete Endvermögen der verbleibenden Aktionäre aus- wirkt. Zudem wurde eine mögliche Signalisierung des Unternehmenstyps, die von der Ankündigung eines Rückkaufs bei asymmetrischer Informationsverteilung ausgehen kann, außer Acht gelassen. In der bestehenden Literatur dominieren jedoch gerade die informationsökonomischen Ansätze die modelltheoretische Er- klärung der Aktienkursreaktion im Zuge eines Aktienrückkaufs. McNally (1999) zeigt z.B., dass Risikoaversion zu einem separierenden Ankündi- gungsverhalten von Unternehmen unterschiedlicher Qualität führen kann. In sei- nem Modell maximiert ein risikoaverser Entrepreneur seinen Nutzen aus seinem erwarteten Endvermögen über die Signalisierung des Unternehmenswerts durch die, für ihn verbindliche, Rückkaufankündigung. Wenn der Entrepreneur glaub- haft nicht an dem Rückkauf teilnimmt, dann führt ein Aktienrückkauf zu einer Steigerung des relativen, auf den Entrepreneur entfallenden, Unternehmensrisikos. Der Risikozuwachs ist umso stärker, je höher der Rückkaufkurs der Aktien und die zurückerworbene Menge sind. Da der risikoneutrale Kapitalmarkt unmittelbar nach Ankündigung des Rückkaufs seine...

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