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Die Zukunft der Deutschen Marine

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Hajo Lippke

Mit dem seit Ende des Ost-West-Konflikts erfolgten Strategiewandel in der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik ist auch eine Umorientierung der Bundeswehr erforderlich geworden. Zu dem ursprünglichen Hauptaufgabengebiet der Landes- und Bündnisverteidigung sind neue Aufgaben gekommen und in den Fokus geraten. Krisen- und Konfliktprävention, UN-Einsätze (sowohl humanitäre als auch militärische), Einsätze «out-of-area» und die Wahrnehmung deutscher Sicherheitsinteressen rund um den Erdball werden in zunehmendem Maße zu wichtigen und teilweise bestimmenden Einsatzfaktoren. In dieser Studie wird die Rolle, die die Deutsche Marine in diesem neuen Umfeld hat, untersucht und ein Ausblick auf mögliche Einsatzszenarien sowie Struktur und Ausrüstung der deutschen Seestreitkräfte gegeben.

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7. Fazit

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Abschließend sollen an dieser Stelle die wichtigsten Ergebnisse der vor- angegangenen Kapitel aufgeführt und ihre Bedeutung für die deutschen Seestreitkräfte erläutert werden. Dabei wird weitgehend der Chronolo- gie der Kapitel gefolgt, deren jeweilige zentrale Erkenntnisse noch ein- mal zusammengefasst werden, bevor die zukünftige Aufgabenstellung und Struktur der Deutschen Marine skizziert wird. 7.1. Vom Kalten Krieg zur neuen deutschen Sicherheitspolitik Während der Blockkonfrontation zwischen NATO und Warschauer Pakt hatte die Deutsche Marine die primäre Aufgabe, die „Lücke“ zwischen Mittel- und Nordeuropa, die in Form der dänischen Inselwelt und des Skagerrak bestand, gegen potentielle Angriffe der Ostblock-Marinen zu verteidigen. Aufgrund der überwiegend kontinental geprägten Sicher- heits- und Verteidigungspolitik der NATO wurde diese Lücke eher sel- ten als eine solche empfunden, jedoch war hier ein potentiell sehr gefähr- licher Angriffspunkt gegeben. Eine erfolgreiche Landung des Warschau- er Pakts an den Küsten von Jütland, der dänischen Inseln und Schleswig- Holsteins hätte die NATO-Verteidigungslinien zerschnitten und die stra- tegisch wichtige Nordflanke Norwegen abgetrennt. Diese Aufgabe der Verteidigung der Ostseeausgänge führte zu einer strategischen und materiellen Ausrichtung der Marine, die bis heute noch Auswirkungen zeigt. Der ursprünglichen Aufgabe angepasst hat die Bundesmarine vor allem kleine und bewegliche Einheiten wie Schnellboote und kleine, konventionelle U-Boote betrieben. Dazu kam, um die idealen Bedingungen der Minenkriegsführung auszunutzen bzw. im Gegenzug diese Fähigkeiten des Gegners aufzuheben, eine große Mi- nenkampfflottille, geeignet zum Legen und Aufspüren von...

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