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Die Integration ostdeutscher Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland durch Beruf und Qualifikation

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Joon-Young Hur

Diese Untersuchung hat die westdeutschen Integrationsbemühungen ostdeutscher Flüchtlinge durch Beruf und Qualifikation im Zeitraum vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zur deutschen Wiedervereinigung zum Gegenstand. Sie verfolgt dabei zwei Ziele: Zum einen sollen gesellschaftliche Integrationsbemühungen für ostdeutsche Flüchtlinge dynamisch aufgefasst werden. Dazu wird die Governance-Theorie herangezogen, d. h. der Kooperationsmechanismus zwischen Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wird untersucht, wobei die Einflüsse der politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage mit bedacht werden. Zum anderen werden die gewonnenen Untersuchungsergebnisse auf die Frage hin geprüft, inwieweit die deutschen Erfahrungen auf die Integrationsbemühungen Südkoreas für nordkoreanische Flüchtlinge übertragen werden können.

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3. Eingliederungsbemühungen hinsichtlich ostdeutscher Flüchtlinge 27

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27 3. Eingliederungsbemühungen hinsichtlich ostdeutscher Flüchtlinge In diesem Kapitel werden die Integrationsmaßnahmen der Integrations- Governance für die Zuwanderer aus der DDR chronologisch überblickt. Unter Berücksichtigung des Forschungszeitraums von der Gründung der BRD bis zur Wiedervereinigung, in dem ein großer Wandel gekennzeichnet ist, sollen die Kooperationswesen der Integrations-Governance in Bezug auf die politische, ökonomische und soziale Lage verstanden werden. Um die Reaktion der Integrations-Govenance auf den Wandel des Umfeldes nachvollzuziehen, ist es erforderlich, den Forschungszeitraum detailiert zu un- terteilen. Hierfür habe ich folgende Aspekte in Rechnung getragen: 1) Die Ak- teure, in der deutschen Integrations-Governance die eine führende Rolle spiel- ten, sind im Publik-gezogen Sektor zu finden, und zwar die Regierungen, 2) Die Struktur der deutschen Regierung wird oft als „Kanzler-Demokratie“ bezeich- net, in der der Kanzler eine unangefochtene Machtposition besitzt (vgl. Niclauß, 1988; 1999), und 3) Der Kurswechsel der Politik war nicht gering, als der Kanzler aus einer neuen Partei gewählt wurde. Von diesem Aspekten her richte ich die Aufteilung des Zeitraums auf den Wechsel der Kanzlerpartei zwischen CDU, SPD und CDU: 1) Die Ära Konrad Adenauers und seine Nachfolger (1949 – 1969), 2) Die Ära Willy Brandts (1969 – 1974) und Helmut Schmidts (1974 – 1982), 3) und die Ära Helmut Kohls (1982 bis zur Wiedervereini- gung).47 Anhand dieser Epochengliederung werden im Folgenden verschiedene Rahmenbedingungen der Umwelt unter Berücksichtigung der politischen, öko- nomischen und sozialen Lage dargelegt. Dann werden die Umstände um die Struktur und Gründe der Flucht...

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