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Göttinnen, Heldinnen und Herrscherinnen in Asien und Afrika

Edited By Tatiana Oranskaia and Barbara Schuler

Der Band leistet einen grundlegenden interdisziplinären Beitrag zum Verständnis, wie zu unterschiedlichen Zeiten in den unterschiedlichen Kulturen Asiens und Afrikas Frauen ihre Positionen in Gesellschaft und Religion erworben haben und wie sie im kulturellen Gedächtnis fortleben. Betrachtet werden in acht Beiträgen herausragende Frauengestalten. Die faszinierenden Portraits der deifizierten, heroischen und herrschaftsausübenden Frauen sind Ergebnis historischer, philologischer und ethnographischer Forschung. Sie bieten einen Vergleich von Konzepten, Wertesystemen und Kulturmustern und stellen die kulturellen, religiösen und sozial-politischen Eigenheiten der Regionen heraus.

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Südostasien 81

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Südostasien Göttinnen und Heldinnen in Vietnam Dorfgemeinde und dörfliche Kultstätten der Việt Thomas Engelbert ABSTRACT: This essay examines the interrelation of indigenous traditions of Southeast Asia (where women are given an independent place in family and society) and Confu- cian principles (in which women have a minor role) through the example of certain heroines of Vietnamese history who are worshipped as protective goddesses. The author considers the proximity of protective goddesses to the ruling families and raises the pos- sibility of a hierarchy with respect to Vietnamese protective deities, on the one hand, and ghosts from the „North“ on the other. The research convincingly exemplifies the particularities of the Vietnamese „adaptive culture“; that is to say, the acceptance, inte- gration, and local interpretation of foreign influences. In vielen Dörfern Südostasiens gibt es inmitten der Orte Gebäude, die durch ihre Größe, ihre zentrale Lage, die abweichende besondere Bauweise oder durch reiche Ausschmückung auffallen. Offene Veranden und Befes- tigungen betonen in einigen Fällen ihren Charakter als Mittelpunkt für Zusammenkünfte der Dorfmänner. Bei den Stammesvölkern Südostasiens erscheinen zu den Versammlungen und Festessen, die die Höhepunkte im dörflichen Leben darstellen, die Männer in ihrem Kriegsschmuck. Der in- nere Zusammenhang dieser Institution – von Ethnologen „Männerhaus“ 1 genannt – wird darin offenkundig, dass verschiedene Clanteile in einer Niederlassung entweder ihre eigenen Männerhäuser besitzen oder einen be- stimmten Platz (in Vietnam z.B. eine bestimmte Matte) in...

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