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Wahlkampf

Eine linguistische Analyse strategischer Kommunikation

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Arne Roock

Seit mehreren Jahrzehnten beschäftigt das Thema Wahlkampfkommunikation Sprach- und Sozialwissenschaftler gleichermaßen. Dabei ist eine Fülle theoretischer Herangehensweisen und Analyseverfahren entwickelt worden, die, kaum vergleichbar, häufig unverbunden nebeneinander stehen und sich daher nur schwer integrieren lassen. Der Autor entwickelt in seinem Buch einen umfassenden, interdisziplinären Analyserahmen für Wahlkampfkommunikation, der auf dem Konzept der strategischen Kommunikation aufbaut. Die verschiedenen Analysekategorien werden anhand des Bundestagswahlkampfes 2005 illustriert.

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6. Analyse der Gesamt-Wahlkampfstrategie der CDU 221

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221 6. Analyse der Gesamt-Wahlkampfstrategie der CDU Abschließend soll nun der entwickelte Analyserahmen auf das Material aus dem Bundestagswahlkampf 2005 angewendet werden. Beispielhaft wird die Wahl- kampfstrategie der CDU auf unterschiedlichen Ebenen nachgezeichnet. Zu die- sem Zweck werden – bezogen auf die CDU – die drei Strategiekomponenten Situation, Ziele und Mittel systematisch dargestellt. Über diese allgemeinen, die Strategie betreffenden Kategorien hinaus wird der Fokus auf die persuasiven Aspekte der Wahlkampfstrategie gelegt, d. h. es werden zusätzlich zu den drei Strategiekomponenten die dominierenden Elaborationen und Elaborationstypen analysiert. Um den Rahmen dieser Arbeit nicht zu sprengen, muss die Analyse an dieser Stelle auf ausgewählte, allgemeine Aspekte beschränkt bleiben. Es geht nicht so sehr um die detaillierte Untersuchung einzelner KSE als vielmehr um die Darstellung der Gesamt-Wahlkampfstrategie in ihren wichtigsten Facet- ten. 6.1. Ziele (Teil 1): allgemeines Globalziel In einem ersten Zugriff, ohne vorherige Analyse der Situation und der eingesetz- ten Mittel, lässt sich für die CDU (ebenso wie für alle anderen Parteien) nur das allgemeine Globalziel Machterwerb feststellen, das sich aus dem Code des poli- tischen Systems herleiten lässt.370 Angestrebt wird hiernach eine möglichst große Machtfülle, wobei Macht sich stets in politischen Ämtern manifestiert. Weil in Demokratien Wahlen den einzig legitimen Mechanismus darstellen, um politische Ämter zu verleihen, lässt sich das allgemeine Globalziel zunächst formulieren als: „so viele Erst- und Zweitstimmen wie möglich erhalten“. Dieses Ziel mag offensichtlich erscheinen, es stellt aber den Antrieb dar, aus dem Parteien die M...

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