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Die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz beim Textschreiben

Eine empirische Untersuchung in Klasse 1 bis 4

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Johanna Fay

Die Rechtschreibkompetenz ist facettenreich: Diktierte Wörter und Sätze stellen andere Anforderungen als selbst verfasste Texte; und die jeweilige Wortwahl hat entscheidenden Einfluss. Die Autorin hat ein Analyseverfahren entwickelt, mit dessen Hilfe es gelingt, die Rechtschreibkompetenz zu messen und dabei diese unterschiedlichen Anforderungen zu berücksichtigen. In ihrer Studie analysiert sie die Entwicklung der Rechtschreibkompetenz von Klasse 1 bis 4 in 120 Lernertexten und vergleicht diese Leistungen mit denen aus Rechtschreibtests. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll: Was in der Rechtschreibdiagnostik gewöhnlich getestet wird, ist nur eine Facette der Rechtschreibkompetenz, die mit den Leistungen in frei verfassten Schreibungen allenfalls tendenziell übereinstimmt.

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Teil C: Die empirische Untersuchung 93

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Teil C Die empirische Untersuchung 1. Das Untersuchungsdesign 1.1 Fragestellung und Hypothese Der Untersuchung liegen zwei übergeordnete Fragestellungen (1. und 2.) zugrunde, für deren Beantwortung die Klärung weiterer untergeordneter Fragen von Nöten ist: 1. Wie entwickelt sich die Rechtschreibkompetenz beim Textschreiben von Klasse 1 bis 4? Die Beantwortung dieser Frage ist zunächst eine rein deskriptive Betrachtung der Rechtschreibleistungen im integrierten Schreiben, bei der im zweiten Schritt der Frage nachgegangen wird, welche Unterschiede es in der Entwicklung zwi- schen den untersuchten Rechtschreibkategorien gibt. Anschließend werden text- internen Einflussfaktoren auf die Rechtschreibkompetenz in den verschiedene Kategorien untersucht.251 2. Wie unterscheidet sich die Rechtschreibkompetenz im integrierten Schreiben eines freien Textes von der im nicht-integrierten Schreiben eines standardisier- ten Rechtschreibtests?252 Um das Spezifische der Rechtschreibkompetenz im freien Schreiben feststellen zu können, wird die Rechtschreibleistung in den Klassenstufen 2 und 4 in den Schreibdimensionen ‚integriertes -’ und ‚nicht-integriertes Schreiben’ als einen textexternen Einflussfaktor miteinander verglichen. An die Wirkungsweise der abhängigen Variablen ‚Schreibdimension’ ist folgende Hypothese geknüpft: Hypothese: Die Rechtschreibleistung ist im integrierten Schreiben (freier Text) schwächer als im nicht-integrierten Schreiben (standardisierter Test). 251 ‚textintern’ meint Faktoren, die auf textuellen Dimensionen wie z.B. dem Wortmaterial und der Textlänge begründet sind. ‚textextern’ meint Faktoren, die die Rechtschreibleistung außerhalb der textuellen Di- mension beeinflussen können, wie z.B. die verschiedenen Anforderungen des integrier- ten und nicht-integrierten Schreibens oder der Unterricht und der Schreiber selbst. Da die Schreibdimension (integriert vs. nicht-integriert) in der vorliegenden Untersu- chung...

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