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Kapitalstrukturdynamik deutscher börsennotierter Unternehmen

Wechselwirkung von Finanzierungsmaßnahmen, Investitionspolitik und Charakteristika der Vorstandsvorsitzenden

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Christian Annetzberger

Die empirische Forschung zur Kapitalstruktur ist maßgeblich durch die Frage nach der Höhe der Fremdkapitalquote geprägt. Über die zeitliche Stabilität und die Entscheidungsrelevanz der Kapitalstruktur besteht, insbesondere im Kontext deutscher Unternehmen, kein umfassendes Erkenntnisfundament. In dieser Arbeit wird durch auf dem modelltheoretischen Kenntnisstand aufbauende ökonometrische Analysen ein komplexer Prozess der Kapitalstrukturrealisation herausgearbeitet. Deutsche börsennotierte Unternehmen weisen eine vom Wechsel des Vorstandsvorsitzenden beeinflusste Kapitalstrukturdynamik auf und berücksichtigen die Kapitalstruktur bei Finanzierungsmaßnahmen synchron, bezüglich des Finanzierungsbedarfs dynamisch sowie im Kontext hoher Investitionsausgaben antizipativ.

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5 Schlussbetrachtung

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Mit der Kapitalstrukturrealisation wurde in dieser Arbeit ein zentrales Thema der Finanzierungswissenschaft in den Mittelpunkt einer empiri- schen Analyse deutscher börsennotierter Unternehmen gestellt. Die In- novation des Vorgehens lag im Verständnis der Kapitalstruktur als Ergeb- nis und Einflussfaktor von dynamischen Unternehmensprozessen. Die betrachteten Abbildungspunkte einer dynamischen Realisation der Ka- pitalstruktur waren: · Finanzierungsmaßnahmen · Finanzierungsbedarf · Investitionspolitik und -ausgaben · Managerwechsel Als Grundlage der empirischen Ausarbeitungen waren die finanztheo- retischen Erkenntnisse zum dynamischen Prozess der Unternehmens- finanzierung in eine problemadäquate Vorgehensweise zu überführen. Insbesondere Fischer / Heinkel / Zechner (1989) und Strebulaev (2007) verdeutlichen theoretisch, dass statische Überlegungen zur Optimierung der Kapitalstruktur ihre Gültigkeit im Kontext dynamischer Abläufe nicht bewahren. In der Realität ist als Ergebnis der Optimierung eine unter- nehmensspezifische Kapitalstruktur, die zwischen Grenzen schwankt, zu erwarten. Eine dieses Grundverständnis berücksichtigende Vorgehens- weise, die willentliche und unbeabsichtigte Variationen der Kapitalstruk- tur unterscheidet und einordnet, wurde in der Arbeit mit einem Vorge- hen, das nach den Bezugspunkten der Unternehmensfinanzierung unter- scheidet, verwirklicht. Zum einen wurde aus den Kapitalstrukturtheorien ein Bezugsrahmen der Kapitalstrukturdynamik, der eine mehrdimensio- nale Analyse der Unternehmensfinanzierung deutscher börsennotierter Unternehmen ermöglichte, abgeleitet. Die darauf aufbauende Konzentra- tion auf Finanzierungsmaßnahmen, die Investitionspolitik sowie als ver- bindendes Element den Finanzierungsbedarf ermöglichte die spezifische Ausarbeitung dynamischer Abläufe in der Unternehmensfinanzierung. Zum anderen wurde die Kapitalstrukturrealisation im Kontext des Wech- sels des Vorstandsvorsitzenden analysiert. Der Hintergrund des Perso- nenbezugs ist, dass die sämtliche Finanzierungsmaßnahmen zusammen- 222 fassende Fremdkapitalquote durch...

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