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Erhebungsprozesse und Konsistenzanforderungen im Analytic Hierarchy Process (AHP)

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Dominic Gastes

Der Analytic Hierarchy Process (AHP) ist eine Methode zur Unterstützung komplexer, multiattributiver Entscheidungssituationen, die in den letzten Jahren eine starke Verbreitung in verschiedenen Anwendungsdomänen (z. B. R&D, Logistik, Produktion oder Marketing) gefunden hat. Diese Arbeit untersucht mit Hilfe empirischer Fallstudien Gestaltungsvarianten von Datenerhebungsprozessen im AHP sowie ihre Einflüsse auf Konsistenzen und abgeleitete Prioritäten. Weiterhin werden Vorgehensweisen zur automatisierten Konsistenzanpassung vorgestellt. Es wird ein Particle Swarm Optimization (PSO) Algorithmus entwickelt, der automatisierte Konsistenzanpassungen durchführt. Anschließend werden mögliche Konsequenzen der Anwendung automatisierter Konsistenzanpassungsverfahren innerhalb des AHP analysiert.

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5 Analyse von Konsistenzanpassungen im AHP 93

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Kapitel 5 Analyse von Konsistenzanpassungen im AHP Im AHP werden paarweise Vergleiche durchgeführt, aus denen auf die zugrunde liegenden Prioritätswerte zurückgeschlossen werden kann. Paarweise Vergleiche werden dann als valide angesehen, wenn sie bestimmten Transitivitätsanforde- rungen genügen (s. (2.12)). Die Eigenschaft der Transitivität von Präferenzen wird innerhalb der Multikriteriellen Entscheidungstheorie als eine Anforderung an rationale Entscheidungen gestellt (vgl. Nitzsch (1992), S. 12 sowie Abschnitt 1.1.2.3). Ein Vorteil des AHP ist die Möglichkeit, Vergleichsmatrizen auf die Ein- haltung von Transitivitätsanforderungen zu überprüfen (vgl. Abschnitt 2.7). In Anwendungen hat sich gezeigt, dass konsistente und damit kardinal transitive Vergleichsmatrizen nur selten durch Entscheidungsträger erzeugt werden können. Vergleichsmatrizen, die eine geforderte α-Konsistenz nicht erfüllen (vgl. Abschnitt 2.7), können auf unterschiedliche Weisen so modifiziert werden, dass eine Verbes- serung der Konsistenz erreicht wird. 5.1 Grundlagen zu Inkonsistenzen im AHP Die präskriptive Entscheidungstheorie geht davon aus, dass konsistente Präfe- renzstrukturen vorliegen sollten, um rationale Entscheidungen systematisch her- beizuführen. Die eingesetzten Methoden für Entscheidungsunterstützungen soll- ten daher die Konsistenz von Präferenzen berücksichtigen. Geht man davon aus, dass Präferenzstrukturen intrapersonal konsistent sind, kann bei Befragungen zur Messung von Präferenzstrukturen dennoch inkonsistentes Antwortverhalten beob- achtet werden, für das bisher verschiedene Ursachen benannt wurden, die jeweils unterschiedliche Konsquenzen für die Gestaltung der eingesetzten Messmethoden besitzen: 93 KAPITEL 5. ANALYSE VON KONSISTENZANPASSUNGEN IM AHP Präferenzstrukturen sind nicht direkt beobachtbar, es kann jedoch durch Beob- achtung...

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