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Transformationsprozesse von Politik und Sprache in Kosova in der Zeit von 1999 bis 2005

Eine kritische Diskursanalyse

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Sahadete Limani-Beqa

Die kosovarische Gesellschaft sollte sich von einer konflikthaften zu einer demokratischen, multiethnischen Gesellschaft unter dem Protektorat der Vereinten Nationen transformieren. Die Autorin versucht durch die Analyse von politischen Diskursen diese Transformation zu untersuchen und legt mit diesem interdisziplinären Beitrag zu angewandten Aspekten der Sprachforschung im Bereich der Politik eine Arbeit vor, die von großer praktischer Relevanz für jeden ist, der sich mit der Erforschung der politischen Situation im heutigen Kosova beschäftigt. Sie stellt die politische Transformation in Kosova in der Zeit des Protektorates der Vereinten Nationen mit linguistischen Methoden dar und beleuchtet die Problematik des Scheiterns der interkulturellen Kommunikation in der Region. Der Untersuchung liegen ein umfangreiches Wissen der linguistischen, historischen, sozio-politischen und soziologischen Aspekte der Problematik und eine aufwendige analytische Bearbeitung der einschlägigen Presse zugrunde.

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TEIL IEinleitung, Theoretischer Rahmen, Methodischer Zugang, Korpus 1

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TEIL I Einleitung, Theoretischer Rahmen, Methodischer Zugang, Korpus 21. EINLEITUNG 1.1 Ausgangslage Nach dem Ende des Krieges im Juni 1999 stand Kosova bis zur Unabhängig- keitserklärung am 17. Februar 20081 unter der Verwaltung der Vereinten Natio- nen. Mit der Resolution 1244 verfügte die UNO über Kosova. Kosova wurde damit faktisch ein Protektorat. Diese Resolution ermöglichte den Einmarsch der NATO-Friedenstruppe KFOR und die Errichtung der United Nations Interim Mission in Kosovo (UNMIK), deren Aufgabe, der Aufbau einer demokratischen Selbstregierung in Kosova, wie folgt formuliert wurde: „... to establish an international civil presence in Kosovo in order to provide an interim administration for Kosovo under which the people of Kosovo can enjoy substantial autonomy within the Federal Republic of Yugoslavia, and which will provide transitional administration while establishing and overseeing the development of provisional democratic self-government institutions to ensure conditions for a peaceful and normal life for all inhabitants of Kosovo.“2 Die wichtigsten sensitiven politischen und Sicherheitsfragen in Kosova waren während dieser Periode in der Verantwortlichkeit der Mission der Vereinten Nationen in Kosovo (UNMIK) und der NATO-Truppe, der Kosovo Forces (KFOR). Mit seiner Resolution 1244 setzte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen darauf, dass Kosova unter einer temporären internationalen Treuhandschaft so weit demokratisiert werden könnte, dass sich das Spannungsverhältnis zwischen den zwei Konfliktparteien, Serben und Kosovo-Albaner, relativieren und sich eine Verhandlungslösung finden lassen würde.3 Der Weg, den die Vereinten Nationen mit ihrer Mission (UNMIK) auf eine Transformation Kosovas von einer konflikthaften zu einer...

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