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Von der Freizeitplanung zur Kulturpolitik

Eine Bilanzierung von Gewinnen und Verlusten

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Dieter Kramer

Alle Parteien versprachen in den 1960er Jahren großzügige Programme zur Freizeitplanung. Die Freizeitpädagogik wollte die Menschen vorbereiten auf die Freizeitgesellschaft, in der die Arbeit beiläufig erledigt wird und freie Zeit dominiert. Dann aber zehren Krisen, Konsumwettbewerb, Globalisierung und Arbeitslosigkeit die Produktivitätsgewinne auf. Freizeitpolitik verschwindet, die für alle nutzbare Infrastruktur für Freizeit und Erholung wird zugunsten einer Kulturpolitik für die alten und neuen Bildungsschichten vernachlässigt. Verloren sind die demokratischen Dimensionen der Freizeitpolitik. Der allzu kontur- und inhaltlose Freizeitbegriff kann nicht wieder belebt werden. Interessanter ist daher die Beschäftigung mit einer neuen sozialkulturellen Strukturpolitik, bei der die Kulturpolitik sich als Teil einer demokratischen Gesellschaftspolitik neu erfindet.

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12. Anhang 189

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12. Anhang 12.1 Zeittafel 1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demo- kratischen Republik 1953 Helmut Schelsky: „Die Nivellierte Mittelstandsgesellschaft“ 1959 Niedrigste Arbeitslosigkeit, Vereinbarung der Realisierung der 40- Stundenwoche. „Godesberger Programm“ der SPD 1963 Ludwig Erhard wird Bundeskanzler (bis 1966) 1965 Jean Fourastié: „Die 40 000 Stunden“ (französische Ausgabe) 1966 1.12. (Erste) Große Koalition 1966 Käte Strobel wird Familienministerin (bis 1969) 1967 Hermann Kahn/Anthony J. Wiener (US-Ausgabe): „Ihr werdet es erle- ben. Voraussagen der Wissenschaft bis zum Jahre 2000“ (deutsch 1968/1971) 1969 Gustav Heinemann wird Bundespräsident, im Oktober 1969 wird Wil- ly Brandt Bundeskanzler der Sozialliberalen Koalition (bis 1974) 1971 Kommission für Wirtschaftlichen und Sozialen Wandel. „Kommunal- politisches Programm“ der Jungsozialisten 1972 „Grenzen des Wachstums“ des Club of Rome 1972 „SPD-Langzeitprogramm“ (Planungszeitraum bis 1985) 1974 Ankündigung einer freizeitpolitischen Konzeption des Bundes Helmut Schmidt wird Bundeskanzler (1. Regierung Schmidt/Genscher 1974-1976, 2. Regierung 1976-1980) 1976 Erste Freizeitpolitische Studien des BMJFG 1976 Hilmar Hoffmann: „Kultur für alle“, 1. Auflage (2. Auflage 1981) 1979 Deutsche Gesellschaft für Freizeit: Kultur und Bildung 1979 Zeitschrift „Freizeitpädagogik“ (1. Jg.) 1980 Gründung der Partei DIE GRÜNEN 1982 Nach einem Misstrauensantrag wird Helmut Kohl Bundeskanzler, das Lambsdorff-Papier vom 18.12.1982 leitet die liberale Wende ein 1982 Gerhard Schulze: „Die Erlebnisgesellschaft“ 190 Von der Freizeitplanung zur Kulturpolitik 1986 Havarie des Kernkraftwerkes Tschernobyl 1989/90 Vereinigung der beiden deutschen Staaten 1998 Rot-Grüne Koalition, 1. Kabinett Schröder (bis 2002) 2002 Rot-Grüne Koalition, 2. Kabinett Schröder (bis 2005)...

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