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Internationaler Kapitalsteuerwettbewerb und Arbeitslosigkeit

Frieder Kolleß

In vielen Ländern gibt es unfreiwillige Arbeitslosigkeit, Kapital ist international mobil und die Regierungen der Länder berücksichtigen die Wirkung ihrer Steuerpolitik auf den Kapital- und Arbeitseinsatz in ihrem Land. Solche Fiskalpolitiken, die von der Konkurrenz um international mobile Produktionsfaktoren getrieben sind, führen zu internationalem Steuerwettbewerb. Das Ziel dieser Arbeit ist es, in theoretischen Analysen die Interaktion von Arbeitslosigkeit, internationaler Kapitalmobilität und Steuerwettbewerb zu untersuchen. Die abstrakten Modellierungen der Weltwirtschaft mit identischen und heterogenen Ländern erlauben die Eigenschaften und die Vorteilhaftigkeit des Steuerwettbewerbsgleichgewichts mit Arbeitslosigkeit zu analysieren und mit denen bei Vollbeschäftigung zu vergleichen.

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III Handelsgewinne oder -verluste 153

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Teil III Handelsgewinne oder -verluste Kapitel 11 Alternative Gleichgewichte Die Analysen im Teil I und Teil II erfolgten unter den Pra¨missen der Ka- pitalhandelsfreiheit und des Steuerwettbewerbs. In diesem Kapitel stel- len wir uns die Frage, ob die Globalisierung der Kapitalma¨rkte und der Steuerwettbewerb zwischen den La¨ndern u¨berhaupt vorteilhaft fu¨r alle La¨nder ist. Im Modellkontext des Teils II pru¨fen wir, unter welchen Be- dingungen Handelsgewinne bzw. -verluste aus freiem Kapitalhandel in den einzelnen La¨ndern entstehen. Die Analyse des Teils III gliedert sich folgendermaßen: Nach der differenzierenden Betrachtung alternativer all- gemeiner Gleichgewichte in dem Kapitel 11 u¨berpru¨fen wir in Kapitel 12 die A¨nderungen der Allokation und der Preise beim U¨bergang zwischen alternativen Gleichgewichten mit flexiblen Lohnsa¨tzen. Danach untersu- chen wir im Kapitel 13 ebenfalls die Vera¨nderungen der Allokation und der Preise beim U¨bergang zwischen alternativen Gleichgewichten mit starren Lohnsa¨tzen.1 Definitionen und erste Implikationen Im Folgenden definieren wir fu¨r die Fa¨lle flexibler und starrer Lohnsa¨tze die Gleichgewichte bei Autarkie und die Gleichgewichte bei freiem Ka- pitalhandel, sogenannte Handelsgleichgewichte. Letztere unterscheiden wir in Gleichgewichte mit exogenen Steuersa¨tzen und Gleichgewichte bei Steuerwettbewerb, die schon in Kapitel 7.2 definiert wurden. Autarkiegleichgewicht An die Stelle des Weltkapitalmarktes treten bei Autarkie nL Kapitalma¨rk- te in den einzelnen La¨ndern. Durch die jeweiligen Gleichgewichte auf den nL Kapitalma¨rkten, k¯i = K i(ρi, wi), werden bei gegebenen Lohnsa¨tzen allein die Kapitalkostensa¨tze ρi in...

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