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Die Dynamik von Sein und Nichts

Dimensionen der vergleichenden Philosophie

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Hisaki Hashi

Das Sein wurde als einer der bedeutendsten Grundbegriffe in der Geschichte der Philosophie immer wieder behandelt; das Nichts wurde in der Philosophie des Abendlandes zwar ebenso wie das Sein von Anfang an, aber wohl nicht von allen Denkern mit gleicher Nachdrücklichkeit erörtert. Betrachtet man die Philosophiegeschichte Ostasiens, so findet man dort die Genealogie der Reflexion über das Sein und Nichts. Das dynamische Verhältnis von Sein und Nichts wurde im Zen-Buddhismus intensiv reflektiert und es überlieferte der Philosophie der Kyoto-Schule und der zeitgenössischen Zen-Philosophie eine wichtige Grundlage. In dieser Schrift wurde beabsichtigt, die Dynamik von Sein und Nichts sowohl aus der Perspektive des Zen u.a. als auch aus der der Werke von Kant, Hegel, Heidegger u.a. zu reflektieren und vergleichend abzuhandeln. Zur Zen-Philosophie und zur Philosophie der Kyoto-Schule sind nötige sprachwissenschaftliche und philologische Erläuterungen beigefügt. So klären sich offene Fragen, und dem Leser wird die Möglichkeit der dynamischen Umwandlung seiner Reflexionsgrundlage an die Hand gegeben.

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VIERTER HAUPTTEILHEN-PANTA:Das Problem der Kontradiktorik in der Wesenslogik Hegels undin der Logik der prajriä der zeitgenössischen Zen-Philosophie 127

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VIERTER HAUPTTEIL HEN—PANTA Das Problem der Kontradiktorik in der Wesenslogik Hegels und in der Logik der prajlia der zeitgenössischen Zen-Philosophie HEN-PANTA — Zen und Hegel 129 Grundriss der Problematik Das Ziel dieses Abschnittes ist ein systematischer Vergleich der Logik Hegels mit der zeitgenössischen Zen-Philosophie.' Aus den Schriften Hegels wähle ich Teile der „Wissenschaft der Logik", und zwar der „Lehre vom Wesen", aus dem Bereich der Philosophie des Zen-Buddhismus die „Logik der zugleich seienden Negation" (hannya sokuhi no ronri, Geetprome), eines der wichtigsten Prinzipien zum Verstehen der Konstruktion der Logik der Zen-Philosophie. Der ursprüngliche Beleg dieser Logik befindet sich im „vajracchedikä prafilapäramitä sütra" (konga-hannya-kyä, emorymg ; das Diamanten-Sutra zur vollendeten Wahrheit), einem der bedeutsamsten Sutren des frühen Mahayana-Buddhismus in Indien. Dieses Sutra wurde von Kumärajiva (344 - 413 n.Chr.) ins Chinesische übersetzt und übermittelt seither das Zentrum der Erkenntnislehre der praffiä. Stichwortartig kann man die Grundbedeutung der prajnä des Zen-Buddhismus (hannya, eichi, chie, hannya-eichi)2 mit folgenden Merkmalen beschreiben: a) Die sog. 'Weisheit' des Buddhismus, die nicht nur im Bereich der Intellektualität, sondern in einer untrennbaren Einheit von Körper und Bewusstsein im Denken und Handeln bewusst erkannt wird. Ihr Hauptmerkmal ist ein einsichtiges Erfassen der Wahrheit, welches das Denken und das Handeln unmittelbar verbindet. b) prajnä als eine unmittelbare Einsicht, die inmitten der Empirie eine universelle Wahrheit des Unendlichen erfasst. Die Grenze zwischen der Empirie und der Wahrheit des Unendlichen wird dabei überschritten. c) prajnä als ein Gegenstück des begrifflich orientierten...

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