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Die Dynamik von Sein und Nichts

Dimensionen der vergleichenden Philosophie

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Hisaki Hashi

Das Sein wurde als einer der bedeutendsten Grundbegriffe in der Geschichte der Philosophie immer wieder behandelt; das Nichts wurde in der Philosophie des Abendlandes zwar ebenso wie das Sein von Anfang an, aber wohl nicht von allen Denkern mit gleicher Nachdrücklichkeit erörtert. Betrachtet man die Philosophiegeschichte Ostasiens, so findet man dort die Genealogie der Reflexion über das Sein und Nichts. Das dynamische Verhältnis von Sein und Nichts wurde im Zen-Buddhismus intensiv reflektiert und es überlieferte der Philosophie der Kyoto-Schule und der zeitgenössischen Zen-Philosophie eine wichtige Grundlage. In dieser Schrift wurde beabsichtigt, die Dynamik von Sein und Nichts sowohl aus der Perspektive des Zen u.a. als auch aus der der Werke von Kant, Hegel, Heidegger u.a. zu reflektieren und vergleichend abzuhandeln. Zur Zen-Philosophie und zur Philosophie der Kyoto-Schule sind nötige sprachwissenschaftliche und philologische Erläuterungen beigefügt. So klären sich offene Fragen, und dem Leser wird die Möglichkeit der dynamischen Umwandlung seiner Reflexionsgrundlage an die Hand gegeben.

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FÜNFTER HAUPTTEILDas Verhältnis von Sein und Denkenin Ansehung der Horizonte der vergleichenden Philosophie 193

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FÜNFTER HAUPTTEIL Das Verhältnis von Sein und Denken in Ansehung der Horizonte der vergleichenden Philosophie SEIN und DENKEN — Heidegger, Kant und Nishida 195 I. Prolegomena' Zur Einleitung dieses Hauptteils möchte ich zuerst die zwei kurzen, weniger bedeutenden Werke Heideggers, „Der Satz der Identität" und „Die onto- theo-logische Verfassung der Metaphysik" bearbeiten.2 Die beiden Werke stammen aus etlichen Vorlesungsmanuskripten des Autors. Der Inhalt der Lehre ist für manche Hörer Heideggers bekannt. Das Manuskript ist so gestaltet, daß die beiden Aufsätze in ihrem kurzen Umfang einige wichtige Positionen Heideggers umfassend vermitteln. Es ist sicher nicht leicht, in dem beschränkten Umfang einen konkreten Abschluss dieser Problematik zu liefern. Als einführende Lektüre konnte Heidegger nicht auf jedes einzelne Detail seines eigentlichen Denkens eingehen. Er selbst fügte im Vorwort folgende Bemerkung hinzu: „Inwiefern die Differenz dem Wesen der Identität entstammt, soll der Leser selbst finden, indem er auf den Einklang hört, der zwischen Ereignis und Austrag waltet." „Beweisen läßt sich in diesem Bereich nichts, aber weisen manches." Dementsprechend hat Heidegger in den beiden Aufsätzen manches mehr oder minder offen gelassen. Gerade dieser Grundzug führt dazu, dass er dem Leser immer einen freien Raum zum Reflektieren gibt. Aus diesem offenen Problemfeld ist eine Entfaltung der weiteren Problematik möglich. 1 In diesem Hauptteil wird vor allem das Verhältnis von Sein und Denken mit besonderer Berücksichtigung des Nichts reflektiert. Behandelt werden ausgewählte Teile der Schriften Heideggers, Kants, Hegels...

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