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Der beschleunigte Ausbau der Höchstspannungsnetze als Rechtsproblem

Erläutert am Beispiel der 380 kV-Höchstspannungsleitung Lauchstädt - Redwitz - Grafenrheinfeld mit Querung des Rennsteigs im Naturpark Thüringer Wald

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Edited By Franz Jürgen Säcker

Das Energieleitungsausbaunetz strebt auf der Basis von EU-Vorgaben den schnellstmöglichen Ausbau des Höchstleitungsnetzes an, um die im Norden Deutschlands im Bau befindlichen Offshore-Windparks und fossilen Kraftwerke mit den Lastzentren im Süden Deutschlands zu verbinden, gegebenenfalls unter Verwendung von Erdkabeln, wo dies aus landschaftsschutzrechtlichen Aspekten geboten erscheint. Die beabsichtigte Beschleunigungswirkung wird indes allenfalls nur sehr beschränkt erreicht werden, wie diese Untersuchung zeigt, die unter Mitwirkung von Dr. Lina Böcker, Dr. Jörg Meinzenbach und Kim Mengering entstanden ist.

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D. Die energierechtliche sowie energiewirtschaftliche Notwendigkeit des Netzausbaus durch die 380-kV-Höchstspannungsleitung von Lauchstädt nach Redwitz (Meinzenbach) 63

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63 D. Die energierechtliche sowie energiewirtschaftliche Notwendig- keit des Netzausbaus durch die 380-kV-Höchstspannungsleitung von Lauchstädt nach Redwitz (Meinzenbach) I. Notwendige Datengrundlage Der Vorhabenträger Vattenfall Europe Transmission (VE-T) begründet die Notwendigkeit des Neubaus der neuen Südwestverbindung Lauchstädt – Viesel- bach – Altenfeld – Redwitz in erster Linie mit der steigenden Energieeinspei- sung in das VE-T Übertragungsnetz aufgrund einer in Zukunft erhöhten instal- lierten Leistung von Windenergie, sonstigen EEG-Anlagen sowie zukünftig ge- planten konventionellen Kraftwerken. Entsprechende Angaben enthalten vor allem der Bericht zur Netzausbauplanung37 sowie die Antragsunterlagen38 zum Planfeststellungsverfahren der geplanten Südwestkuppelleitung. Unter Zugrundelegung von prognostizierten Mengen kann auf die maßgebli- chen Größen für den zukünftigen (vor allem EEG-bedingten) Leistungsaus- tausch zwischen den Regelzonen von VE-T und E.ON sowie den damit verbun- denen Netzbelastungen im Raum Thüringen geschlossen werden. In diesem Zusammenhang wird nicht nur von der Netzbetreiberseite, sondern auch von der Bundesnetzagentur39 und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi)40 als Datenbasis auf die Angaben der DENA-I- Studie41 zurückgegriffen. Die Belastbarkeit der Daten ist jedoch aufgrund der fehlenden Aktualität der Studie (2004) eingeschränkt, so dass für die Daten der installierten Leistung, Energieeinspeisung, Transportbedarf sowie Netzbelastun- gen zusätzlich auf aktuelle Angaben von VE-T selbst, der gutachtlichen Stel- lungnahme von Consentec (in Zusammenarbeit mit Prof. Haubrich),42 DEWI (Deutsches Windenergie-Institut), Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz 37VE-T, Bericht über die Netzausbauplanung des 380/220-kV Höchstspannungs- Übertragungsnetzes der Vattenfall Europe Transmission GmbH zur Vorlage bei der Bundes-...

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