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Ordnung und Chaos in Hegels Logik

Teil 1 und 2

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Andreas Roser

Hegels «Objektive Logik» steht für den Versuch, ein absolutes Kategoriensystem der Philosophie zu entwickeln. «Absolut» nennt Hegel dieses System, weil es alle möglichen systematischen Kategorienordnungen der Philosophie in sich enthält und systematisch zu entwickeln versucht. Ausgehend von Hegels These, dieses absolute Wissen letztlich nur als selbstreflexives Wissen begreifen zu können, unternimmt der Autor den Versuch, die «Seinslogik» Hegels in selbstreflexiven Kategorialbegriffen zu rekonstruieren. Es ist der Versuch nachzuweisen, dass eine selbstreflexive Dekonstruktion der Logik Hegels allein jene Gestalt sei, in der sie weiterhin systembildend wirken könne.

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Zweiter Teil - Selbstreflexive Rekonstruktion der Seinslogik (Sein - Quantität) 344

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II. Teil Selbstreflexive Rekonstruktion der Seinslogik (Sein — Quantität) Vorbemerkung zum Aufbau Dieser zweite Teil verfolgt zum einen die Absicht, Hegels analytische Bestimmungen der ersten 44 Kategorien der Seinslogik selbstreflexiv zu reformulieren. Zum anderen werden die hier diskutierten Kategorien als selbstbezügliche Kategorien beschrieben. Dies erfolgt derart, daß jede Kategorie durch einleitende Bemerkungen zu besonderen Prob- lemen der Fragestellung bzw. in ihrem kategorialen Kontext vorgestellt wird, um sodann Schlüsselbegriffe, die Hegel teils in der direkten Dar- stellung einer Kategorie, teils auch über Anmerkungen zu derselben in die Explikation einführt, zusammenzufassen. Der "Kriterienliste der dialektischen Begriffsbestimmungen" He- gels folgt eine Kritik der Darstellung Hegels. In ihr wird auf diese Schlüsselbegriffe und Schlüsselthesen Hegels Bezug genommen. Ziel dieser Kritik646 ebenso wie der an sie anschließenden Ge- genkritik647 ist die Vorbereitung einer autoreflexiven Rekonstruktion der 646) Bei der Fülle der Hegelinterpretationen ist allerdings nicht auszuschließen, daß die hier als fiktiv diskutierten Gegenpositionen tatsächlich schon als Kritik an Hegel vorgebracht worden sind. Es war mir nicht möglich, alle Pub- likationen zu Logik jeweils daraufhin zu untersuchen, ob ein hier gegen He- gel vorgetragenes Argument möglicherweise auch an anderer Stelle schon vorgebracht worden ist. Andererseits ist es gerade deshalb auch nicht mög- lich, die hier als fiktiv vorgestellten Einwände als meine eigenen zu klassifi- zieren. So bleibt nur die Möglichkeit, die Frage der Zuschreibung in vielen Fällen offenzulassen. Eine Ahnung von der Komplexität und Vielfalt der Hegelrezeption des 19. Jahrhunderts...

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