Show Less

Ordnung und Chaos in Hegels Logik

Teil 1 und 2

Series:

Andreas Roser

Hegels «Objektive Logik» steht für den Versuch, ein absolutes Kategoriensystem der Philosophie zu entwickeln. «Absolut» nennt Hegel dieses System, weil es alle möglichen systematischen Kategorienordnungen der Philosophie in sich enthält und systematisch zu entwickeln versucht. Ausgehend von Hegels These, dieses absolute Wissen letztlich nur als selbstreflexives Wissen begreifen zu können, unternimmt der Autor den Versuch, die «Seinslogik» Hegels in selbstreflexiven Kategorialbegriffen zu rekonstruieren. Es ist der Versuch nachzuweisen, dass eine selbstreflexive Dekonstruktion der Logik Hegels allein jene Gestalt sei, in der sie weiterhin systembildend wirken könne.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

Dritter Teil - Kontingente Kategorienkombination 869

Extract

III. Teil Kontingente Kombinationen der Kategorien in Hegels Seinslogik Einleitung Das Problem der Kontingenz reflexiver Selbstbeispiele: Der vielleicht naheliegendste Einwand gegenüber dem Versuch, He- gels Kategorien-Dialektik am Beispiel ihrer kontingenten Durchführung zu erläutern, könnte in dem Hinweis liegen, es sei methodologisch sinnlos, Beispiele für Hegels Dialektik zu geben, wenn es gerade die Frage sei, was unter dieser Dialektik selbst und nicht unter ihrem 'Bei- spie, zu verstehen Se11332. Es wird zu zeigen sein, daß schon diese Alternative nicht existiert, weil die Logik bereits als Beispiel ihrer selbst von Hegel konzipiert worden ist. Es wird ferner zu zeigen sein, daß in eben diesem Begriff: "Beispiel", das Problem der Kontingenz der Logik auch in ihrem Selbstanwendungsfall — als Selbst-Beispiel — wieder- kehrt. Wer ein Beispiel sucht, um eine These zu belegen, der sucht für gewöhnlich nicht nach jenen Bedingungen, unter denen dieses Bei- spiel seine Funktion verliert. Doch die Frage, ob ein Beispiel vielleicht schon seine Funktion als 'Beispiel für ...' allein dadurch verlieren könn- te, 'Beispiel' zu sein, wäre erst zu prüfen, denn in Beispielen überhaupt ist Kontingenz nicht zu vermeiden, und dies gleich aus mehreren Gründen. Zum einen ist — wenn wir Beispiele verwenden — schon die Auswahl der Beispiele kontingent. Zum anderen ist auch der Kontext eines Beispieles zufällig, weil mit dem kontingent ausgewählten Bei- spiel auch der Kontext kontingent ausgewählt wird. Zwar ändert sich nicht immer der Kontext, wenn sich das Beispiel ändert; doch eben diese Beziehung...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.