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«Subjects of Aspiration»

Untersuchung von diskursiven Prozessen neoliberaler Regierung in einer postfeministischen Frauenzeitschrift

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Kati Kauppinen

Neoliberalismus ist zweifellos eines der einflussreichsten gesellschaftspolitischen Phänomene unserer Zeit. In Anlehnung an Michel Foucault betrachtet die Studie ihn als eine Rationalität der Menschenführung bzw. der Regierung, die ultimativ auf die Ökonomisierung des Sozialen zielt. Diesen Ansatz kombiniert die Studie mit linguistisch orientierter Diskursforschung, um diskursive Prozesse neoliberaler Regierung im Kontext der gegenwärtigen postfeministischen Medienkultur am Beispiel der deutschen Ausgabe der Frauenzeitschrift Cosmopolitan zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser facettenreichen Analyse deuten auf eine weitaus wichtigere politische Bedeutung des Mediums Frauenzeitschrift hin, als ihm die bisherige, weitgehend auf geschlechts- und konsumideologische Aspekte fokussierte Forschung beigemessen hat.

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5 Zooming auf das Genre Frauenzeitschrift 107

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107 5 Zooming auf das Genre Frauenzeitschrift Mit dem Slogan „Das internationale Magazin für Frauen“ wirbt Cosmopolitan Deutschland auf ihrer Titelseite. Frauenzeitschriften sind heute ein globales Genre der populären Medienkultur. Sie sind allgegenwärtig und leicht erhältlich. Sie formen ein Genre, das nicht nur geliebt und für spannend gehalten, sondern gleichwohl verachtet, gehasst und als trivial betrachtet wird. Dennoch werden Frauenzeitschriften millionenfach rund um die Welt gelesen. Mit diesem Genre befasst sich das vorliegende Kapitel. Als Erstes wird auf allgemeine Charakte- ristika des Genres eingegangen und als Zweites ein Überblick über die Tenden- zen der bisherigen Forschung gegeben. Das dritte Unterkapitel befasst sich mit der Zeitschrift Cosmopolitan, die seit ihrer Erscheinung als Frauenzeitschrift für junge Frauen in den USA der 1960er Jahre als ein paradigmatisches Beispiel für die neueren Frauenzeitschriften betrachtet wird. 5.1 Das Genre Frauenzeitschrift: Konvergenzen und Divergenzen Throughout their history, women’s magazines have offered their readers a privileged space, or a world, within which to construct and explore the female self. (Ballaster et al. 1991, 176) Mit einer über dreihundertjährigen Geschichte75 existieren die Frauenzeitschrif- ten, trotz der Konkurrenz durch die neueren Medien, Radio, Film, Fernsehen, Internet, und der Diversifikation des Zeitungsmarktes weiterhin erfolgreich fort. Wie der Name besagt, unterscheidet sich die Frauenzeitschrift76 als ein Unter- 75 Das erste, ausschließlich an Frauen gerichtete, angeblich von einer Frau geschriebene Magazin, das für eine weibliche Leserschaft als passend erachtete Themen wie die Liebe behandelte, trug den Namen Ladies‘ Mercury. Es erschien als...

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