Show Less

«Subjects of Aspiration»

Untersuchung von diskursiven Prozessen neoliberaler Regierung in einer postfeministischen Frauenzeitschrift

Series:

Kati Kauppinen

Neoliberalismus ist zweifellos eines der einflussreichsten gesellschaftspolitischen Phänomene unserer Zeit. In Anlehnung an Michel Foucault betrachtet die Studie ihn als eine Rationalität der Menschenführung bzw. der Regierung, die ultimativ auf die Ökonomisierung des Sozialen zielt. Diesen Ansatz kombiniert die Studie mit linguistisch orientierter Diskursforschung, um diskursive Prozesse neoliberaler Regierung im Kontext der gegenwärtigen postfeministischen Medienkultur am Beispiel der deutschen Ausgabe der Frauenzeitschrift Cosmopolitan zu untersuchen. Die Ergebnisse dieser facettenreichen Analyse deuten auf eine weitaus wichtigere politische Bedeutung des Mediums Frauenzeitschrift hin, als ihm die bisherige, weitgehend auf geschlechts- und konsumideologische Aspekte fokussierte Forschung beigemessen hat.

Prices

Show Summary Details
Restricted access

10 Schlussbetrachtung 253

Extract

253 10 Schlussbetrachtung Den zentralen Anlass für die vorliegende Untersuchung stellten die jüngst im Bereich der feministischen Medienforschung hervorgebrachte Beobachtung von einer wachsenden kulturellen Dominanz des Neoliberalismus bzw. einer zuneh- menden Hegemonie der neoliberalen Art von Regierung auch in der gegenwärti- gen ‚postfeministischen‘ populären Medienkultur sowie die sich verstärkende Wahrnehmung einer grundsätzlichen Verknüpfung von Neoliberalismus und Postfeminismus dar (vgl. Gill & Scharff 2011b; McRobbie 2009; Gill 2007c; Gill & Arthurs 2006). Vor diesem Hintergrund und aus der Überzeugung heraus, dass diese Prozesse genauer untersucht werden sollten (vgl. auch Gill 2007c, 164; Lazar 2005b, 17), nicht zuletzt, da sie das alltägliche Leben einer Vielzahl von Frauen berühren, war es das zentrale Ziel der vorliegenden Arbeit, diskursi- ve Prozesse neoliberaler Regierung im Kontext der gegenwärtigen ‚postfeminis- tischen‘ populären Medienkultur am Beispiel der deutschen Ausgabe der Frau- enzeitschrift Cosmopolitan zu untersuchen und deren Bedeutungen und Konse- quenzen einerseits im Hinblick auf die gegenwärtige Weiblichkeit, andererseits im Hinblick auf (Post-)Feminismus zu betrachten. Für diesen Zweck und um den in der bisherigen Forschung weitgehend im Hintergrund gebliebenen Aspekt des tatsächlichen Sprachgebrauchs in den analytischen Fokus zu bringen, kom- binierte die Untersuchung Aspekte aus Gouvernementalitätsstudien, feministi- scher Medienforschung, linguistisch orientierter Diskursforschung und der nexusanalytischen Herangehensweise. Durch die Auswahl der deutschsprachi- gen Ausgabe von Cosmopolitan soll die Untersuchung dazu beitragen, aktuelle soziale Prozesse im deutschsprachigen Raum aus dem Blickwinkel des Sprach- gebrauchs zu beleuchten. Einen weiteren Beitrag zum Fach Deutsche Sprache und Kultur...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.