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Der islamistische Totalitarismus

Über Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid in der «Islamischen Republik Iran»

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Wahied Wahdat-Hagh

In diesem Band wird die islamistische Diktatur im Iran behandelt, die ihre eigene Bevölkerung unterdrückt, die iranische Bahai-Gemeinde zerstören will und eine große Barriere für die Gleichberechtigung der iranischen Frauen darstellt. Es geht um eine nicht reformierbare totalitäre Diktatur, die eine antisemitische Ideologie besitzt und den Staat Israel mit Vernichtung bedroht. In den letzten Jahren wurde in der deutschen Wissenschaft und im Journalismus oft geleugnet, dass der iranische Präsident mit der Vernichtung Israels droht. Der Autor weist nach, dass solche Vernichtungsphantasien lange vor der Gründung der «Islamischen Republik Iran» von islamistischen Ideologen propagiert wurden. Er beginnt mit der historischen und der genealogischen Entwicklung der Idee der absoluten Herrschaft des Klerus im 19. Jahrhundert und erklärt, wie die Machthaber des Iran heute im Namen von Gott, Führer und der islamischen Ummat ihre totalitäre Macht durchsetzen wollen.

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1. Der Beginn der Modernisierung im Iran 13

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13 1. Der Beginn der Modernisierung im Iran Der Beginn der Modernisierung im Iran ist mit drei widersprüchlichen Phän- omenen verbunden: Einer rückwärtsgewandten islamischen Bewegung, einer staatlichen Politik zur Modernisierung der Gesellschaft und einem zukunfts- orientierten neuen religiösen und gesellschaftspolitischen Phänomen, der Babi- und der Bahai-Religion. Diese historische Konstellation prägte die Gesell- schaft, den Staat und die Politik des Iran. Kleriker forderten die Einführung der Scharia als Staatsgesetz und legten damit den Grundstein für die Islamische Revolution im Jahr 1979. 1.1. Die Entstehung des islamischen Fundamentalismus Zahlreiche berühmte Kleriker wie Akhund Khorassani, Mirza Abdollah Mazandarani, Mirza Khalil Teherani, Abdollah Behbahani, Mohammed Tabatabai, Ayatollah Mohammed Hussein Naini und Mohammed Taqi Najafi II. gehörten zu einer religiösen Bewegung, die Ende des 19. Jahrhundert ent- stand und die Ghajaren-Könige beeinflusste. Drei dieser Kleriker erlangten be- sondere Bedeutung. Mullah Ahmad Naraqi (1716-1794) gilt als der Theologe, der das religiöse Konzept der Velayate Faqih begründet hat.1 Die Idee, dass der Klerus absolute Herrschaft ausüben muss, ist eine Doktrin des politischen Islam, die von Mul- lah Ahmad Naraqi erfunden wurde.2 Die Lehre, dass der Klerus legitimiert sei, die Herrschaft über die gesamte schiitische Gemeinschaft auszuüben, ist mit der Errichtung der ”Islamischen Republik Iran” zur ideologischen Basis des Staates geworden. Ein religiöser Rechtsgelehrter (Faqih) gilt als Repräsentant des ”verborgenen Imams”, als dessen Stellvertreter er regiert. Die Imame wer- den als Nachfolger des Propheten Mohammed betrachtet, die schiitischen Kle-...

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