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Der islamistische Totalitarismus

Über Antisemitismus, Anti-Bahaismus, Christenverfolgung und geschlechtsspezifische Apartheid in der «Islamischen Republik Iran»

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Wahied Wahdat-Hagh

In diesem Band wird die islamistische Diktatur im Iran behandelt, die ihre eigene Bevölkerung unterdrückt, die iranische Bahai-Gemeinde zerstören will und eine große Barriere für die Gleichberechtigung der iranischen Frauen darstellt. Es geht um eine nicht reformierbare totalitäre Diktatur, die eine antisemitische Ideologie besitzt und den Staat Israel mit Vernichtung bedroht. In den letzten Jahren wurde in der deutschen Wissenschaft und im Journalismus oft geleugnet, dass der iranische Präsident mit der Vernichtung Israels droht. Der Autor weist nach, dass solche Vernichtungsphantasien lange vor der Gründung der «Islamischen Republik Iran» von islamistischen Ideologen propagiert wurden. Er beginnt mit der historischen und der genealogischen Entwicklung der Idee der absoluten Herrschaft des Klerus im 19. Jahrhundert und erklärt, wie die Machthaber des Iran heute im Namen von Gott, Führer und der islamischen Ummat ihre totalitäre Macht durchsetzen wollen.

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8. Der islamistische Totalitarismus 311

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311 8. Der islamistische Totalitarismus Am 9. September 2009 schrieb der iranische Philosoph Abdolkarim Sorusch einen offenen Brief an Ali Khamenei.550 Sorusch spricht in diesem Brief vom ”Verfall der religiösen Despotie”. Khamenei habe billigend in Kauf genom- men, dass die ”Menschen ihren Glauben an die Religion und an den Propheten verlieren”, sie sollen aber ”gegenüber der absoluten Herrschaft des Klerus ge- horsam bleiben”. Der Revolutionsführer wolle nicht, dass die Wahrheit ans Licht komme. Es gehe ihm lediglich um die Sicherung der eigenen Herrschaft. Sorousch wirft Khamenei vor, einen ”schweren Fehler” begangen zu haben. Schon vor zwölf Jahren habe er Khamenei empfohlen, gesellschaftliche Frei- heiten für Parteien, Vereine, Kritiker, Lehrer, Schriftsteller und die Medien einzuführen. Der Revolutionsführer habe jedoch noch nicht einmal allen mus- limischen Klerikern Schutz geboten. Stattdessen habe er die "Mörder belohnt". Daher habe Khamenei seine ”Legitimität verloren”. Der Philosoph bekennt sich zur ”grünen” Bewegung im Iran: ”Wir werden den Verfall der religiösen Despotie feiern.” Er wirft dem Revolutionsführer vor, den ”Faschismus” in Kauf genommen zu haben. Khamenei könne mit solchen Methoden die Korruption nicht stoppen. Er hätte die Pressefreiheit gewährleis- ten müssen, dann hätten die Medien manche Korruptionsfälle aufgedeckt und die Presse hätte sogar dafür gesorgt, dass der Revolutionsführer selbst nicht despotisch werde. Tatsächlich war das Konzept der Velayate Faqih, der Herrschaft des Klerus, eine Erfindung von Ayatollah Khomeini zur Legitimierung der ”Islamischen Republik Iran”. Die...

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