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Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Krankenpflege

Evaluation eines Beratungsangebots

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Claudia Voelker

Rückenbeschwerden verantworten einen Großteil der Arbeitsunfähigkeit, Frühberentung und der dadurch entstehenden Kosten. Da die Krankenpflege eine besonders betroffene Gruppe ist, bietet die zuständige Berufsgenossenschaft ein Beratungsangebot zur Prävention von Rückenbeschwerden an. Dieses Angebot wurde retrospektiv evaluiert, wozu die Berater sowie die Projektleiter der teilnehmenden Kliniken mittels leitfadengestützter Interviews befragt wurden. Abzüglich methodischer Limitierungen zeigte sich, dass mit der Etablierung eines Projektmanagements und der Einführung verschiedener Maßnahmen die Beratungsziele erreicht wurden. Während die Ergebniskontrolle eine Schwachstelle bildete, bestätigte sich insgesamt gesehen das Konzept, Präventionsmaßnahmen über ein Projektmanagement einzuführen.

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5. Die BGW- Beratung zur Prävention von Rückenbeschwerden in der Krankenpflege 137

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137 5. Die BGW-Beratung zur Prävention von Rückenbeschwerden in der Krankenpflege Im Zuge des gesetzlichen Auftrages zur betrieblichen Gesundheitsförderung (§ 14 SGB VII; vergl. Kap. 4.3) hat auch die Berufsgenossenschaft für Gesund- heitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ihre Aktivitäten in diesem Bereich ver- stärkt. Bevor das Beratungsangebot zur Prävention von Rückenbeschwerden in der Krankenpflege als Evaluationsgegenstand beschrieben wird, erfolgt eine kur- ze Vorstellung der BGW als Institution und Träger. 5.1 Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) Der Versicherungsträger, der für die Folgen berufsbedingter Krankheiten und Unfälle von Beschäftigten in den Gesundheitsberufen aufkommt, die nicht dem öffentlichen Dienst angehören, ist die Berufsgenossenschaft für Gesundheits- dienst und Wohlfahrtspflege (BGW). Die BGW ist für knapp sieben Millionen Menschen in fast 600.000 Unternehmen zuständig und nach der Verwaltungs- berufsgenossenschaft (VBG) die zweitgrößte gewerbliche Berufsgenossenschaft in Deutschland. Zu den beitragspflichtigen Unternehmen gehören die von kirch- lichen, humanitären oder sozialen Trägern geführten Einrichtungen der freien Wohlfahrtspflege, freigemeinnützige und private Krankenhäuser sowie Vorsor- ge- oder Rehabilitationseinrichtungen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Heilpraktiker, Apotheken, Hebammen, Einrichtungen des Gesundheits- und Veterinärwesens, ambulante Pflegedienste, Fußpflege- und Kosmetikstudios, Tagespflegepersonen und Friseursalons. Im Zuge ihres gesetzlichen Auftrags bietet die BGW seit vielen Jahren diverse Seminare und Beratungen zum Thema Prävention und Gesundheitsmanagement an. 138 5.2 Das Beratungsangebot „Prävention von Rückenbeschwerden in der stationären Krankenpflege“ Im Oktober 2000 startete die BGW ein Beratungsangebot für...

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